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Syrienkrise

Bundesminister Müller beim Humanitären Weltgipfel in Istanbul

Deutschland steht zu Hilfszusagen


Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Eröffnungsveranstaltung des Humanitären Weltgipfels in Istanbul

Pressemitteilung vom 23.05.2016 |

Istanbul – Vor dem Hintergrund der syrischen Flüchtlingskrise will der erstmalig stattfindende Humanitäre Weltgipfel der Vereinten Nationen in Istanbul Impulse setzen, um die kurzfristige Hilfe in Notsituationen besser mit der Entwicklungszusammenarbeit zu verzahnen und so Lebensperspektiven für die Zeit nach der Krise zu eröffnen.

Auf der Konferenz werden neben Bundeskanzlerin Merkel, Bundesentwicklungsminister Müller und Bundesaußenminister Steinmeier rund 5.000 internationale Teilnehmer erwartet.

Bundesminister Müller: "Wir gehen mit starkem Signal voran: Wir halten unsere Versprechen und haben über siebzig Prozent unserer Zusagen für die Syrienkrise bereits jetzt beauftragt. Unsere Unterstützung für die Krisenregion ist umfassend, schnell und vor allem verlässlich. Andere Geber sollten nun nachziehen und ihre Versprechen ebenfalls einhalten. Die Menschen in den Krisengebieten müssen sich auf die versprochene Hilfe verlassen können. Sie brauchen Schutz, Nahrung, ein Dach über dem Kopf und eine Zukunftsperspektive. Noch wichtiger ist, dass wir mit gezielter Prävention dafür sorgen, dass humanitäre Katastrophen gar nicht erst entstehen."

Die größte bilaterale Hilfszusage bei der Syrien-Konferenz im Februar in London kam aus Deutschland. Von den 2,3 Milliarden Euro stammen 850 Millionen Euro aus dem Etat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Deutschland hat unter dem Eindruck der Syrienkrise die Auszahlung seiner Zusagen auf das so genannte "Frontloading" umgestellt, so dass die Hilfsorganisationen die angekündigten Mittel frühzeitig erhalten und damit Planungssicherheit für ihre Arbeit in den betroffenen Ländern haben.

Mit seinem Cash-for-Work-Programm in der Türkei, Jordanien, Nord-Irak und dem Libanon bietet das BMZ zudem syrischen Flüchtlingen die Möglichkeit, ihre Bedürfnisse aus eigener Kraft zu decken. "Statt Abhängigkeiten zu schaffen, ermöglichen wir so Perspektiven für die geflüchteten Menschen und die aufnehmenden Regionen", so Bundesminister Müller.

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