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ADB-Jahrestagung

Gemeinsam nachhaltige Entwicklung vorantreiben


Frankfurt am Main

Pressemitteilung vom 02.05.2016 |

Frankfurt – Erstmals ist die Bundesrepublik Deutschland Gastgeber der Jahrestagung der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB). Zum 49. Mal treffen sich die Gouverneurinnen und Gouverneure aller 67 Mitgliedsländer, um die zukünftige Ausrichtung asiatischer Entwicklungsfinanzierung zu bestimmen.

"Mit der Jahrestagung treiben wir gemeinsam eine nachhaltige Entwicklung voran, auf die sich die Weltgemeinschaft im vergangenen Jahr beim UN-Klima- und beim Nachhaltigkeitsgipfel geeinigt hat", so der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Gerd Müller, zum Auftakt der Konferenz. "Steuern wir nicht um, werden sich auch in Asien noch mehr Klima- und Armutsflüchtlinge auf den Weg machen", so der Minister weiter.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fördert in Asien unter anderem erneuerbare Energien und arbeitet auch an fairen Sozial- und Umweltstandards in globalen Lieferketten, zum Beispiel in der Textilindustrie. "Wir müssen die Globalisierung gerecht gestalten," forderte der Minister und fügte hinzu: "Mit öffentlichen Entwicklungsgeldern allein werden wir die globalen Zukunftsherausforderungen nicht schultern. Hier brauchen wir verstärkt Investitionen von Unternehmen, auch aus dem deutschen Mittelstand, die mit ihrem technischen Know-how nachhaltige Zukunftslösungen bei Klima, Energie und Mobilität weltweit zu bieten haben."

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Hans-Joachim Fuchtel, wies zum Auftakt der Konferenz als deutscher Gouverneur der ADB und Vorsitzender des Gouverneursrates auf die Chancen für die Wirtschaft bei der Gestaltung einer nachhaltigen Zusammenarbeit mit Asien hin. "Wir werden auf der Konferenz neue Finanzierungsmöglichkeiten im Klimabereich und bei der beruflichen Ausbildung vorstellen, die Anreize für nachhaltiges Investment bieten. Als größter europäischer Anteilseigner an der Asiatischen Entwicklungsbank setzen wir auf eine wirkungsstarke und nachhaltige Entwicklungspolitik in Asien und weltweit."

Trotz des beeindruckenden Wirtschaftswachstums müssen 1,3 Milliarden Menschen in Asien mit weniger als zwei US-Dollar am Tag auskommen. Sie haben keine Möglichkeiten, sich gegen die Folgen einer zum Teil dramatischen Klimaveränderung zu schützen. Bei der Jahrestagung geht es deshalb auch um die Fragen, wie die Menschen sich besser vor den Folgen des Klimawandels schützen, ihre Energieversorgung umweltschonend sichern und Hunger und Armut beenden können.

Mehr als 3.000 internationale Entscheidungsträger aus Asien, Europa, USA und Kanada werden bei der Tagung auf der Messe Frankfurt erwartet. Zu den Rednerinnen und Rednern gehören Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundespräsident a.D. Horst Köhler und der Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi. Zahlreiche Finanzminister, unter anderem aus China, Indonesien oder Japan, sowie Vertreter aus der Wirtschafts- und Finanzwelt und der Zivilgesellschaft sind zu Gast in Frankfurt.

Zentrales Thema der ADB-Jahrestagung ist die Zukunft der europäisch-asiatischen Wirtschafts- und Finanzkooperation. Im Vordergrund steht die stärkere Einbindung von Partnern aus der Privatwirtschaft bei der Umsetzung globaler Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsziele, Kooperationen und Geschäftsmodelle. Das Motto des diesjährigen Treffens lautet "Cooperating for Sustainability".

Im Rahmen der Jahrestagung werden sich die ADB und das BMZ in der "Frankfurter Erklärung" darauf verständigen, gemeinsam den Klimaschutz und die berufliche Bildung in Asien voranzutreiben.

Außerdem arbeiten BMZ und ADB zusammen daran, dass sich Arbeitsbedingungen in Asien weiter verbessern. Das BMZ setzt sich dafür ein, dass international anerkannte Mindestarbeitsstandards (Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO) verbindlich in den Finanzierungsbedingungen aller multilateralen Entwicklungsbanken verankert werden und wird dieses Thema auch im Rahmen der G20 weiter vorantreiben.

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