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Weltfrauentag

Frauen und Mädchen auf der Flucht schützen und stärken


Ein Mädchen beim Schulunterricht im Flüchlingslager St. Sauveur in Bangui in der Zentralafrikanischen Republik

08.03.2016 |

Berlin – Anlässlich des heutigen Weltfrauentages ruft Bundesminister Dr. Gerd Müller dazu auf, Frauen und Mädchen auf der Flucht besser zu schützen und sie zugleich stärker an Friedensprozessen zu beteiligen.

Krieg und Gewalt sind die wichtigsten Gründe, warum Frauen und Mädchen aus der Heimat fliehen. Doch auch auf der Flucht oder in Flüchtlingslagern sind viele Frauen und Mädchen nicht sicher und zusätzlich sexueller Gewalt ausgesetzt. Nach UN-Angaben kämpft in jeder vierten Flüchtlingsfamilie die Frau alleine um ihr Überleben und das ihrer Kinder. Gerade diese Familien sind besonders gefährdet.

Minister Müller: "Wir müssen besser darin werden, Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu verhindern. In den Fluchtregionen sind Frauen einem unfassbaren Schicksal ausgeliefert und sie brauchen unsere Hilfe. Wir wollen aber auch, dass Frauen stärker an Friedensprozessen in ihren Heimatländern beteiligt sind."

Das BMZ unterstützt weltweit Frauen und Mädchen auf der Flucht. Beispielsweise in Mali und im Südsudan, gemeinsam mit UN Women. Hier erhalten vertriebene Frauen eine Chance auf Arbeit und Einkommen und werden dazu ermutigt, sich aktiv in den Friedensprozess einzubringen.

Im Irak erhalten traumatisierte Frauen, Kinder und Jugendliche psychotherapeutische Hilfe. Dort wurde im vergangenen November mit deutscher Hilfe die erste stationäre Einrichtung für traumatisierte Frauen in Kurdistan-Irak eröffnet. Die Einrichtung bietet Jesidinnen, aber auch anderen Frauen, die schwere häusliche oder sexualisierte Gewalt erlebt haben, professionelle Hilfe.

Weitere Maßnahmen zum Schutz und zur Stärkung von Frauen und Mädchen im Kontext von Flucht, sexueller Gewalt in Konflikten und Friedenssicherung stellt der neue "Entwicklungspolitische Aktionsplan zur Gleichberechtigung der Geschlechter 2016–2020" des BMZ vor. Die begleitende Road Map 2016 konkretisiert, was in diesem Jahr erreicht werden soll. Beispielsweise sollen in Uganda, Benin und in Peru mehr Frauen Landtitel erhalten. In den ländlichen Regionen Afrikas sollen Frauen beruflich stärker gefördert werden. Im Libanon und in Jordanien erhalten Frauen Unterstützung, die Führungspositionen in der Stadt- und Kommunalverwaltung ausüben.

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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