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Erneuerbare Energien

Bundesminister Dr. Gerd Müller besucht in Marokko das größte Solarkraftwerk der Welt

Bundesminister Gerd Müller beim Besuch des Solarkraftwerks "Noor" in Ourzazate, Marokko

27.02.2016 |

Marokko ist seit 50 Jahren eines der wichtigsten Partnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Seit 2011 hat das BMZ seine Unterstützung stetig erweitert, um Marokko als verlässlichen und stabilen Partner in der politisch unruhigen Region zu stärken. Die Schwerpunkte der Unterstützung liegen in den Bereichen Energie, Wasser und nachhaltige Wirtschaftsentwicklung.

Im Zentrum der Reise von Minister Müller stand die Würdigung Marokkos als strategischer Partner Deutschlands im Bereich der Förderung von erneuerbaren Energien. Marokko hat mit deutscher Unterstützung in Nordafrika eine Vorreiterrolle im Umwelt- und Klimaschutz übernommen.

Das Land verfügt über hervorragende Bedingungen für den Ausbau von Solar- und Windkraft. Die marokkanische Regierung hat das erkannt und innerhalb der letzten sechs Jahre eine Energiewende eingeleitet. Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil an erneuerbaren Energien an der Stromversorgung bei 42 Prozent liegen.

Mit seinem Besuch im derzeit größten Solarkraftwerk der Welt in Ouarzazate, brachte Minister Müller seine Anerkennung für die marokkanischen Anstrengungen und Erfolge zum Ausdruck und sicherte weitere Unterstützung zu.

Das Kraftwerk "Noor" (arabisch für "Licht") wird im Verbund durch Privatwirtschaft und öffentliche Hand finanziert. Nach Fertigstellung des letzten Bauabschnitts wird Deutschland über die KfW mit 864 Millionen Euro zur Finanzierung beigetragen haben. Marokko sorgt damit nicht nur für eine Verbesserung der Stromversorgung im Land, sondern setzt auch ein wichtiges Zeichen für den globalen Klimaschutz: Nachhaltige, innovative Entwicklung ist möglich und lohnt sich – ökologisch und wirtschaftlich.

Das Solarkraftwerk ist ein Meilenstein auf Marokkos Weg zur Energiewende. Die Bundesregierung unterstützt diesen Weg auch durch technische Beratung und Ausbildung im Bereich erneuerbarer Energie.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller im Oasendorf Tidhrest, in dem mit deutscher Hilfe die Bewässerungsanlagen instandgesetzt wurden.

In unmittelbarer Nähe des Solarkraftwerks besuchte Minister Müller eine Oase, in der mit Unterstützung durch deutsche technische Zusammenarbeit die Bewässerungsanlagen saniert werden. Das Dorf erlebt dadurch einen wirtschaftlichen Aufschwung und die Menschen kehren ins Dorf zurück und gründen Existenzen.

In Fes besuchte Müller ein Ausbildungsprojekt, das im Rahmen der Berufsbildungspartnerschaft zwischen den Handwerkskammern Frankfurt-Rhein-Main und Fes arbeitet. In den Werkstätten schaute er den Auszubildenden in den Bereichen Solarenergie und Kfz-Mechanik über die Schulter.

Berufliche Perspektiven für junge Menschen spielten auch bei Gesprächen des Ministers mit Regierungsvertretern zum Thema Migration eine zentrale Rolle. Minister Müller würdigte die Initiative des Königreiches, das 2014 eine eigene Migrations- und Asylstrategie vorgelegt hat. Marokko hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten vom Ausreise- über ein Transitland zum Aufnahmeland entwickelt. Ein Großteil der Migrantinnen und Migranten kommt aus der Subsahara-Region.

Entwicklungsminister Gerd Müller begrüßte die Anstrengungen Marokkos bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus afrikanischen Ländern und aus dem Nahen Osten. Er bekräftigte die Bereitschaft des BMZ, das Land bei der Entwicklung und Ausgestaltung seiner Migrationspolitik zu unterstützen und Kommunen bei der Integration von Migranten zu beraten.


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Lexikon der Entwicklungspolitik

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