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Fluchtursachen bekämpfen

Mehr EU-Engagement gefordert – Minister Müller beim EU-Entwicklungsministerrat


Logo des Treffens der EU-Handels- und Entwicklungsminister in Amsterdam während der niederländischen EU-Präsidentschaft

Pressemitteilung vom 02.02.2016 |

Amsterdam – Die EU-Entwicklungsminister haben heute über Europas Beitrag zur Fluchtursachenbekämpfung beraten. Bundesminister Dr. Gerd Müller hat dabei eine deutliche Steigerung des europäischen Engagements gefordert.

Minister Müller: "Wir haben genug verhandelt, jetzt müssen wir umsetzen. Für die Nahostregion brauchen wir einen Marshallplan. Wir müssen umgehend Perspektiven für die Millionen Flüchtlinge im Umfeld der Syrienkrise schaffen. Jeder Euro, den wir investieren, ist auch eine Investition in unsere Zukunft und entfaltet in der Region eine vielfache Wirkung. Die EU muss endlich zehn Milliarden Euro für die Krisenregion in die Hand nehmen. Gelingt dies nicht, werden wir noch weit größere Flüchtlingsströme sehen."

Die Geberkonferenz für Syrien, die diesen Donnerstag in London stattfinden wird, stand im Mittelpunkt der Beratungen der Entwicklungsminister. Dort will Deutschland ein Bündnis für Arbeit in Gang setzen. 500.000 Flüchtlinge in der Krisenregion sollen in Lohn und Arbeit gebracht werden. Mit ihrer Hilfe sollen Gesundheitsstationen, Schulen und Unterkünfte errichtet werden. Mit einem "cash for work"-Programm will Deutschland dieses Potenzial nutzen. Die Menschen vor Ort erhalten so eine Perspektive und für die Region entstehen neue wirtschaftliche Impulse. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung startet das Programm mit 200 Millionen Euro.

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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