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Zum Tod von Walter Scheel

"Seine Auffassung von Entwicklungspolitik ist heute noch aktuell"


Altbundespräsident Walter Scheel

25.08.2016 |

Der frühere Bundespräsident und Bundesentwicklungsminister Walter Scheel ist tot. Er starb am Mittwoch im Alter von 97 Jahren.

Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller: "Die deutsche Entwicklungspolitik hat Walter Scheel viel zu verdanken. Er hat sich für die Gründung des Ministeriums stark gemacht. Für ihn war die Entwicklungszusammenarbeit nicht das Verteilen von Almosen, sondern wirtschaftliche Zusammenarbeit als Grundlage für Entwicklung. Und sie war ein Mittel, soziale Spannungen weltweit abzubauen, um in Frieden leben zu können. Diese Auffassung von Entwicklungspolitik ist auch nach 55 Jahren immer noch aktuell. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie."

Der Tag, an dem Walter Scheel zum ersten Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit ernannt wurde, der 14. November 1961, gilt als der Geburtstag des BMZ.

Scheel übernahm keine leichte Aufgabe: Das BMZ spielte innerhalb der Bundesregierung zunächst nur eine koordinierende Rolle. Die Zuständigkeit für technische Unterstützung und Beratung sowie Kapitalhilfe lag weiterhin beim Auswärtigen Amt beziehungsweise beim Wirtschafts- und Finanzministerium. Erst in den 1970er Jahren ging die Verantwortung endgültig auf das BMZ über. Im Jahr 1998 wurde dem BMZ dann die Federführung für die Entwicklungspolitik der Europäischen Union übertragen.

Walter Scheel ist der Entwicklungszusammenarbeit auch in seiner Zeit als Außenminister und Bundespräsident immer verbunden geblieben.

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