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Zukunftstrends in Asien

Deutsch-Asiatischer Wirtschaftsdialog

Parlamentarischer Staatssekretär Fuchtel wirbt für nachhaltige Energieversorgung

Solarthermisches Kraftwerk "India One" in Rajasthan, Indien

Pressemitteilung vom 27.04.2016 |

Berlin – "Zukunftstrends in Asien: Chance für Deutschland", das ist das Thema des 1. Deutsch-Asiatischen Wirtschaftsdialogs in der Parlamentarischen Gesellschaft (DPG) heute in Berlin, an dem der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel am Abend als Redner teilnimmt. Veranstalter sind neben dem Bundestagsabgeordneten Mark Hauptmann die DIHK, die Konrad-Adenauer-Stiftung, die Bertelsmann-Stiftung sowie der Ostasiatische Verein (OAV).

Im Vorfeld wies Staatssekretär Fuchtel auf die Bedeutung Asiens für den internationalen Klimaschutz hin: "Ohne Asien können wir die Ziele des Klimaabkommens von Paris nicht erreichen. Die nachhaltige Energieversorgung und die umweltverträgliche Entwicklung der Städte sind deswegen zentrale Zukunftsherausforderungen für Asien", so Fuchtel. Die Nachfrage nach Energie werde sich in Asien bis zum Jahr 2030 verdoppeln: 500 Millionen Menschen haben noch keinen Zugang zu Strom. Zudem werde im gleichen Zeitraum ein Anwachsen der Bevölkerung in der Region um eine halbe Milliarde Menschen erwartet.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt deshalb den Auf- und Ausbau nachhaltiger Infrastruktur und teilt die Erfahrungen der Energiewende in Deutschland mit den asiatischen Partnerländern. Hierbei setzt die Bundesregierung stark auf die Kooperation mit der Privatwirtschaft. Hans-Joachim Fuchtel: "Der Investitionsbedarf in erneuerbare Energien in Asien ist enorm. Wir fördern daher nachhaltige und saubere Energie, brauchen aber auch Verbündete bei dieser Herausforderung: die Privatwirtschaft."

Die erfolgreiche Ausbildung von Experten für energieeffizientes Wirtschaften in Vietnam und Thailand illustriert, wie deutsche Entwicklungszusammenarbeit in Kooperation mit der Privatwirtschaft zu einer nachhaltigen Energieversorgung in Asien beiträgt. Daraus ergeben sich zudem wirtschaftliche Chancen für innovative, insbesondere auch deutsche Unternehmen.

Der Parlamentarische Staatssekretär betonte weiter, dass in den Millionenmetropolen Asiens die Luftverschmutzung eine große Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung darstelle. So übertreffe die tägliche Belastung in Delhi oder Peking die Richtwerte der Weltgesundheitsorganisation teilweise um das Zwölffache. Um die nachhaltige Urbanisierung Asiens zu unterstützen, hat Deutschland gemeinsam mit der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) die Stadtentwicklungsinitiative Asien (CDIA) gegründet. Die Initiative berät bereits über 50 asiatische Städte bei der Finanzierung nachhaltiger Infrastruktur. Das dabei geplante und bereits zum Teil umgesetzte Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 5,8 Milliarden US-Dollar.

Die Themen erneuerbare Energien und nachhaltige Stadtentwicklung stehen auch im Fokus der Jahrestagung der Asiatischen Entwicklungsbank, die dieses Jahr vom 2. bis 5. Mai in Frankfurt am Main unter dem Motto "Cooperating for Sustainability" erstmals seit Gründung der Bank in Deutschland stattfindet.

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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