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Regierungskonsultationen

Deutsch-indische Entwicklungszusammenarbeit setzt starkes Zeichen vor Klimagipfel in Paris


Entwicklungsminister Gerd Müller traf sich anlässlich der deutsch-indischen Regierungskonsultationen mit dem indischen Finanzminister Jayant Sinha. Ganz im Zeichen der neuen UN-Nachhaltigkeitsziele steht die künftige Zusammenarbeit des BMZ mit Indien. So unterstützt Deutschland die indische Regierung bei dem Ziel, die Stromerzeugung aus Solarenergie zu verfünffachen. Außerdem investiert das BMZ in den Ausbau der Energienetze sowie in nachhaltige Stadt- und Wirtschaftsentwicklung. Verstärkt wird auch die Kooperation bei der beruflichen Bildung und in der Landwirtschaft.
Bildergalerie öffnen gallery27058165_2../../../../../service/zusatzbildergalerien/20151006_RV-Indien/0010_rv_indien_thumb.jpgMichael Gottschalk/photothek.net Bildergalerie öffnen

Am 05.10.2015 fanden die dritten deutsch-indischen Regierungskonsultationen in Delhi statt – die ersten mit der neuen Regierung von Premierminister Narendra Modi. Entwicklungsminister Gerd Müller traf sich anlässlich der Konsultationen mit dem indischen Finanzminister Jayant Sinha. Die künftige Entwicklungszusammenarbeit zwischen Deutschland und Indien wird ganz im Zeichen der neuen UN-Nachhaltigkeitsziele stehen. So unterstützt Deutschland die indische Regierung bei dem Ziel, die Stromerzeugung aus Solarenergie zu verfünffachen. Außerdem investiert das BMZ in den Ausbau der Energienetze sowie in nachhaltige Stadt- und Wirtschaftsentwicklung. Verstärkt wird auch die Kooperation bei der beruflichen Bildung und in der Landwirtschaft

Bild: © Michael Gottschalk/photothek.net

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Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Indien in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie stand im Mittelpunkt der Konsultationen. Unter anderem wurde eine Solarpartnerschaft auf den Weg gebracht. Bis 2030 will die indische Regierung die Wirtschaft wesentlich energieeffizienter machen und dabei auch den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung von heute fünf auf 25 Prozent steigern. Die Solarpartnerschaft zielt vor allem auf Solardachanlagen ab, die in Indien noch wenig verbreitetet sind.

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Im Anschluss an die Regierungskonsultationen besuchte Bundesminister Gerd Müller mehrere Vorhaben in Delhi, die von der deutschen Entwicklungszusammenarbeit unterstützt werden. In einem Slum, in dem die Bewohner hauptsächlich davon leben, Müll zu sammeln und zu trennen, sortieren zwei Frauen Plastikmüll.

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Minister Müller besuchte ein Projekt, das den Einsatz moderner, energieeffizienter Herde fördert. Sie sollen helfen, die Luftqualität in Slumgebieten zu verbessern.

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Entwicklungsminister Gerd Müller im Gespräch mit Bewohnern einer Siedlung in Delhi, in der die Bewohner hauptsächlich vom Müllsammeln leben. Das BMZ unterstützt die Urbanisierungsstrategie der indischen Regierung, da der Zustrom von Menschen in die großen Ballungszentren anhält.

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Eine indische Schülerin, die in einem Slum in Neu-Delhi lebt. Die Förderung der beruflichen Bildung ist einer der Schwerpunkte der deutsch-indischen Zusammenarbeit.

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Das Mathematikheft einer Schülerin aus Delhi. Eine der großen Herausforderungen für Indien ist die Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen für junge Menschen.

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Schüler einer Koranschule in einem Slum in Delhi. Schätzungen zufolge wird im Jahr 2030 mehr als die Hälfte der indischen Bevölkerung in Großstädten leben und fast 70 dieser Städte werden eine Bevölkerung von mehr als einer Million Einwohnern haben.

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Eine weitere Station auf der Reise von Bundesminister Müller war das Green College in Rukka im Bundesstaat Jharkhand. Das College gehört zu den sogenannten "Grünen Innovationszentren", die das BMZ im Rahmen seiner Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger" fördert.

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Die Grünen Innovationszentren sollen dabei helfen, landwirtschaftliche Produktionsmethoden zu modernisieren, um so die Erträge zu steigern und die Ernährungssituation zu verbessern. Hier demonstrieren Mitarbeiterinnen des Green College eine neue Anbaumethode für Reis.

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Das Green College in Rakka wird von Deutschland im Rahmen der Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger" unterstützt. Die Sonderinitiative will Innovationen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft fördern, die zu höherer Produktivität und damit zu steigenden Einkommen führen und dazu beitragen, dass neue Arbeitplätze entstehen – und das im gesamten landwirtschaftlichen Verarbeitungsprozess vom Acker bis zum Teller.

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Eine wichtige Rolle für den Erfolg der Innovationszentren spielt die Aus- und Weiterbildung von Bäuerinnen und Bauern in den Partnerländern. Sie müssen dabei unterstützt werden, ihre betriebswirtschaftlichen und organisatorischen Kenntnisse auszuweiten, Erzeuger- und Vertriebsgemeinschaften zu gründen und so ihre Marktanbindung zu verbessern. Um die Teilnahme an solchen Ausbildungsangeboten zu erleichtern, gibt es im Green College eine Schule für die Kinder der Mitarbeiter und Kursteilnehmer.

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Bundesminister Müller im Gespräch mit Prashant Jhawar, dem Präsidenten der Landwirtschaftsakademie Green College

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Gemeinsam mit dem Landwirtschaftsminister des Bundesstaates Jharkhand, Shri Randhir Kumar Singh und dem Präsidenten der Landwirtschaftsakademie, Prashant Jhawar, zeichnete Bundesminister Gerd Müller Absolventen eines Lehrganges am Green College aus.

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Am 05.10.2015 fanden die dritten deutsch-indischen Regierungskonsultationen in Delhi statt – die ersten mit der neuen Regierung von Premierminister Narendra Modi. Entwicklungsminister Gerd Müller traf sich anlässlich der Konsultationen mit dem indischen Finanzminister Jayant Sinha. Die künftige Entwicklungszusammenarbeit zwischen Deutschland und Indien wird ganz im Zeichen der neuen UN-Nachhaltigkeitsziele stehen. So unterstützt Deutschland die indische Regierung bei dem Ziel, die Stromerzeugung aus Solarenergie zu verfünffachen. Außerdem investiert das BMZ in den Ausbau der Energienetze sowie in nachhaltige Stadt- und Wirtschaftsentwicklung. Verstärkt wird auch die Kooperation bei der beruflichen Bildung und in der Landwirtschaft

Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Indien in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie stand im Mittelpunkt der Konsultationen. Unter anderem wurde eine Solarpartnerschaft auf den Weg gebracht. Bis 2030 will die indische Regierung die Wirtschaft wesentlich energieeffizienter machen und dabei auch den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung von heute fünf auf 25 Prozent steigern. Die Solarpartnerschaft zielt vor allem auf Solardachanlagen ab, die in Indien noch wenig verbreitetet sind.

Im Anschluss an die Regierungskonsultationen besuchte Bundesminister Gerd Müller mehrere Vorhaben in Delhi, die von der deutschen Entwicklungszusammenarbeit unterstützt werden. In einem Slum, in dem die Bewohner hauptsächlich davon leben, Müll zu sammeln und zu trennen, sortieren zwei Frauen Plastikmüll.

Minister Müller besuchte ein Projekt, das den Einsatz moderner, energieeffizienter Herde fördert. Sie sollen helfen, die Luftqualität in Slumgebieten zu verbessern.

Entwicklungsminister Gerd Müller im Gespräch mit Bewohnern einer Siedlung in Delhi, in der die Bewohner hauptsächlich vom Müllsammeln leben. Das BMZ unterstützt die Urbanisierungsstrategie der indischen Regierung, da der Zustrom von Menschen in die großen Ballungszentren anhält.

Eine indische Schülerin, die in einem Slum in Neu-Delhi lebt. Die Förderung der beruflichen Bildung ist einer der Schwerpunkte der deutsch-indischen Zusammenarbeit.

Das Mathematikheft einer Schülerin aus Delhi. Eine der großen Herausforderungen für Indien ist die Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen für junge Menschen.

Schüler einer Koranschule in einem Slum in Delhi. Schätzungen zufolge wird im Jahr 2030 mehr als die Hälfte der indischen Bevölkerung in Großstädten leben und fast 70 dieser Städte werden eine Bevölkerung von mehr als einer Million Einwohnern haben.

Eine weitere Station auf der Reise von Bundesminister Müller war das Green College in Rukka im Bundesstaat Jharkhand. Das College gehört zu den sogenannten "Grünen Innovationszentren", die das BMZ im Rahmen seiner Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger" fördert.

Die Grünen Innovationszentren sollen dabei helfen, landwirtschaftliche Produktionsmethoden zu modernisieren, um so die Erträge zu steigern und die Ernährungssituation zu verbessern. Hier demonstrieren Mitarbeiterinnen des Green College eine neue Anbaumethode für Reis.

Das Green College in Rakka wird von Deutschland im Rahmen der Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger" unterstützt. Die Sonderinitiative will Innovationen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft fördern, die zu höherer Produktivität und damit zu steigenden Einkommen führen und dazu beitragen, dass neue Arbeitplätze entstehen – und das im gesamten landwirtschaftlichen Verarbeitungsprozess vom Acker bis zum Teller.

Eine wichtige Rolle für den Erfolg der Innovationszentren spielt die Aus- und Weiterbildung von Bäuerinnen und Bauern in den Partnerländern. Sie müssen dabei unterstützt werden, ihre betriebswirtschaftlichen und organisatorischen Kenntnisse auszuweiten, Erzeuger- und Vertriebsgemeinschaften zu gründen und so ihre Marktanbindung zu verbessern. Um die Teilnahme an solchen Ausbildungsangeboten zu erleichtern, gibt es im Green College eine Schule für die Kinder der Mitarbeiter und Kursteilnehmer.

Bundesminister Müller im Gespräch mit Prashant Jhawar, dem Präsidenten der Landwirtschaftsakademie Green College

Gemeinsam mit dem Landwirtschaftsminister des Bundesstaates Jharkhand, Shri Randhir Kumar Singh und dem Präsidenten der Landwirtschaftsakademie, Prashant Jhawar, zeichnete Bundesminister Gerd Müller Absolventen eines Lehrganges am Green College aus.

Pressemitteilung vom 05.10.2015 |

Neu Delhi – Ganz im Zeichen der neuen UN-Nachhaltigkeitsziele steht die künftige Zusammenarbeit des BMZ mit Indien. Dabei unterstützt Deutschland die indische Regierung bei dem Ziel, die Stromerzeugung aus Solarenergie zu verfünffachen. Außerdem investiert das BMZ in den Ausbau der Energienetze sowie in nachhaltige Stadt- und Wirtschaftsentwicklung. Verstärkt wird auch die Kooperation bei der beruflichen Bildung und in der Landwirtschaft.

Indien hat erstmals einen eigenen Beitrag im Kampf gegen die globale Klimaerwärmung bekannt gegeben. Bis 2030 will die Regierung die Wirtschaft wesentlich energieeffizienter machen und dabei auch den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung von heute fünf auf 25 Prozent steigern.

Bundesminister Dr. Gerd Müller: "Die von uns heute auf den Weg gebrachte Solarpartnerschaft mit Indien wird entscheidend dazu beitragen, dass das Land seine Klimaziele umsetzen kann. Deutsche Entwicklungszusammenarbeit leistet einen starken Beitrag für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, die das Klima und die Umwelt schützt und Armut und Hunger bekämpft. Wir setzen damit ein entschlossenes Zeichen vor dem Klimagipfel in Paris. Denn nur mit den Schwellenländern gemeinsam wird es uns gelingen, den Klimawandel zu stoppen."

Insgesamt hat das BMZ mit Indien Zusagen in Höhe von knapp 1,5 Milliarden Euro vereinbart, größtenteils in Form von zinsverbilligten Krediten. Davon sind 950 Millionen Euro ausdrücklich für Klimaschutz.

Die deutsch-indische Solarpartnerschaft zielt vor allem auf Solardachanlagen ab, die in Indien noch wenig verbreitetet sind. Ein erstes zinsverbilligtes Darlehen von 300 Millionen Euro wurde jetzt zugesagt, in fünf Jahren soll die Darlehenssumme auf insgesamt eine Milliarde Euro steigen. Die indische Seite wird hierfür gleichfalls Milliardenbeträge zur Verfügung stellen.

Das BMZ unterstützt außerdem die Urbanisierungsstrategie der indischen Regierung, da der Zustrom von Menschen in die großen Ballungszentren anhält. Das BMZ beteiligt sich daran mit 350 Millionen Euro. Im Anschluss an die deutsch-indischen Regierungskonsultationen wird Minister Müller in Neu Delhi Sozialprojekte besuchen und morgen nach Rukka im Bundesstaat Jharkhand zum Green College reisen, einem der grünen Innovationszentren des BMZ.

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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