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Krise in der Ukraine

BMZ verstärkt Zusammenarbeit mit der Ost-Ukraine – Hilfe für Flüchtlinge


Staatssekretär Dr. Friedrich Kitschelt übergibt zwölf vom BMZ finanzierten Fahrzeuge an den ukrainischen Katastrophenschutz. Von links nach rechts: Vitalii Zozulya, Fahrer beim Katastrophenschutz, Petro Noskov, Abteilungsleiter der medizinischen Abteilung beim Katastrophenschutz, Staatssekretär Dr. Friedrich Kitschelt, Vasyl Antoshchenko, Übersetzer.

Pressemitteilung vom 02.10.2015 |

Berlin – Zur Unterstützung von Flüchtlingen stellt das BMZ der Ukraine zusätzlich 15 Millionen Euro zur Verfügung. Damit soll vor allem Kindern von Flüchtlingsfamilien geholfen werden. Die Mittel sind für die ostukrainische Stadt Mariupol bestimmt. Dort haben über 70.000 Menschen aus Gebieten Zuflucht gefunden, die von pro-russischen Separatisten kontrolliert werden. In Mariupol werden Hilfsprojekte für Kinder und ihre Familien auf den Weg gebracht, wie etwa die Versorgung besonders bedürftiger Menschen oder Angebote für psychosoziale Betreuung. Zudem soll die städtische Wasserversorgung wiederhergestellt werden. Durch die Kämpfe wurde die Wasserinfrastruktur der Stadt so stark beschädigt, dass die Bewohner keine oder eine nur sehr eingeschränkte Wasserversorgung haben. Vorgesehen ist weiterhin die Gründung von zehn Gemeindezentren.

Bundesminister Dr. Gerd Müller betonte, dass diese Unterstützung ein wichtiges Zeichen der Solidarität mit den Menschen in Mariupol sei: "Der Winter steht bevor und schnelle und unbürokratische Hilfe ist damit wichtiger denn je. Wir unterstützen mit diesem Hilfspaket Flüchtlingskinder und ihre Familien – ohne die übrige Bevölkerung aus den Augen zu verlieren: Die Wiederherstellung der Wasserversorgung kommt allen Menschen in Mariupol zugute. Die Ukraine kann sich in dieser schwierigen Situation auf Deutschland verlassen."

Staatssekretär Dr. Friedrich Kitschelt (links) mit Mykola Tschetschotkin (rechts), Vorsitzender des ukrainischen Katastrophenschutzes und Vasyl Antoshchenko, Dolmetscher der deutschen Botschaft, bei der Übergabe von zwölf Fahrzeugen an den ukrainischen Katastrophenschutz

Im Rahmen seiner aktuellen Reise nach Kiew übergibt BMZ-Staatssekretär Dr. Friedrich Kitschelt am Freitag außerdem zwölf vom BMZ finanzierte Rettungsfahrzeuge an den ukrainischen Katastrophenschutz. Zehn Fahrzeuge sollen im Osten des Landes eingesetzt werden, die übrigen zwei Fahrzeuge auch in der Hauptstadt Kiew. Infolge der aktuellen Krise ist der ukrainische Katastrophenschutz, der auch für Feuerwehr- und Rettungsdiensteinsätze zuständig ist, mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. "In der gegenwärtigen Situation mangelt es beim ukrainischen Katastrophenschutz an vielem – dies hat gerade im Bereich des Rettungsdienstes oft dramatische Folgen. Das Schicksal der Menschen in der Ukraine geht uns nahe, deswegen unterstützen wir ganz konkret mit geländegängigen Rettungswagen", so Staatssekretär Dr. Friedrich Kitschelt.

Mit rund 1,4 Millionen Flüchtlingen im eigenen Land ist die Lage der Menschen in der Ukraine weiterhin schwierig. Das BMZ hatte seine Mittel für das Land in den vergangenen beiden Jahren bereits verfünffacht, auf nunmehr 136 Millionen Euro für das laufende Jahr.


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