Hauptinhalt

Naher Osten

Jordanien im fünften Jahr der Syrienkrise – Deutschland sagt weitere Unterstützung zu


Ein Junge zapft im jordanischen Flüchtlingslager Zaatari Wasser aus einem Tank.

Pressemitteilung vom 12.11.2015 |

Angesichts der rund 630.000 offiziell registrierten syrischen Flüchtlinge, die Zuflucht in Jordanien gefunden haben, hat Deutschland dem Land seine weitere Unterstützung zugesagt. 

Bei den deutsch-jordanischen Regierungsgesprächen in Amman sagte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) 98 Millionen Euro zu, die dem Land mittel- bis langfristig helfen sollen, seine Infrastruktur zu verbessern, insbesondere die Wasserver- und Abwasserentsorgung. Jordanien ist eines der wasserärmsten Länder der Welt. Die meisten der Flüchtlinge sind in Jordanien in Städten und Gemeinden untergekommen, nicht in Flüchtlingscamps. Die Projekte mit deutscher Unterstützung kommen damit neben den Flüchtlingen auch den Jordaniern zugute, die die syrischen Familien bei sich aufgenommen haben.

Darüber hinaus erhielt das UN-Kinderhilfswerk UNICEF insgesamt 30 Millionen Euro für ein Bildungsprogramm für syrische und jordanische Kinder und für die Verbesserung der Wasser- und Abwasserinfrastruktur im Flüchtlingscamp Zaatari.

Insgesamt stellt das BMZ Jordanien damit weitere 128 Millionen Euro zur Bewältigung der Flüchtlingskrise zu Verfügung. Die Mittel umfassen Zuschüsse sowie zinsvergünstigte Kredite. 

Seit Beginn der syrischen Flüchtlingskrise 2012 hat das BMZ Jordanien bisher mit 475 Millionen Euro unterstützt. Die Verbesserung der Lebensbedingungen für Flüchtlinge in den Nachbarländern Syriens kann entscheidend dazu beitragen, den Strom von Flüchtlingen nach Europa zu verringern.

Kurzlink zu dieser Meldung

Lexikon der Entwicklungspolitik

Fenster schließen

 

Seite teilen

BMZ-Adventskalender 2017

Gewinnen Sie 24 Einblicke in die deutsche Entwicklungszusammenarbeit und mit etwas Glück eine Überraschung!

Hier geht es zum BMZ-Adventskalender 2017!