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Hochschulbildung

Afghanische Jura-Studentinnen zu Gast im BMZ

Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn im Gespräch mit einer Gruppe von Studentinnen der Rechtsfakultät der Universität Balkh/Afghanistan

04.05.2015 |

Berlin – Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Thomas Silberhorn, hat am Mittag eine Gruppe von 12 Studentinnen der Rechtsfakultät der Universität Balkh/Afghanistan im BMZ begrüßt. Die jungen Frauen sind derzeit auf Einladung der Bundesregierung zu Besuch und informierten sich im  Gespräch mit Thomas Silberhorn vor allem über die Entwicklungszusammenarbeit zwischen Deutschland und Afghanistan. Silberhorn bestärkte die angehenden Juristinnen:

"Es ist immer noch nicht selbstverständlich, dass Frauen in Afghanistan die Universität besuchen, geschweige denn, dass sie Jura studieren. Sie sind damit Vorreiterinnen in der afghanischen Gesellschaft, weil Sie die notwendigen Veränderungen selbst in die Hand nehmen. Afghanistan kann stolz sein auf Sie – und Sie selbst können es auch sein!"

Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn im Gespräch mit einer Gruppe von Studentinnen der Rechtsfakultät der Universität Balkh/Afghanistan

Das BMZ unterstützt die Universität Balkh als zweitgrößte Universität Afghanistans im Rahmen eines Programms zur Förderung von Rechtsstaatlichkeit. Die Fakultät für Rechtswissenschaften der Universität Balkh hat auch einen regelmäßigen Austausch mit dem Max-Planck-Institut in Heidelberg.

Seit 2009 wird die Fakultät mit circa 1.500 Studenten, davon circa 360 Frauen, gefördert. Dazu gehört auch, die Studienbedingungen und Erfolgschancen für Frauen zu verbessern. Den Studentinnen steht seit 2011 ein eigener Gebäudeteil ("Justice Library and Training Center") und damit ein geschützter Raum in der traditionell männlich dominierten afghanischen Gesellschaft zur Verfügung und ermöglicht so erst das Studium.

Die jungen Akademikerinnen, die bisher in der afghanischen Berufswelt kaum vertreten sind, werden zudem mit Sprach-, Präsentations- und Rhetorikkursen gefördert sowie bei der Bildung von Netzwerken unterstützt. Für die Studentinnen ist es der erste Besuch in Deutschland – und die erste Reise nach Europa.


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