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Prävention

Silberhorn bei Weltkonferenz für Katastrophenrisikoreduzierung: "Katastrophenvorsorge zahlt sich aus!"


Thomas Silberhorn (rechts), der Generalsekretär der World Meteorological Organization (WMO) Michel Jarraud (Mitte) und Xu Tang, WMO Director, Weather and Disaster Services (links), bei der Weltkonferenz über die Reduzierung von Katastrophenrisiken in Sendai, Japan

14.03.2015 |

Sendai/Japan – Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Thomas Silberhorn, nimmt ab heute an der Weltkonferenz über die Reduzierung von Katastrophenrisiken in Japan teil. Auf der Weltkonferenz in Sendai kommen Regierungsvertreter und zivilgesellschaftliche Akteure zusammen, um einen neuen Aktionsplan zur Reduzierung von Risiken durch Naturgefahren und Extremwetterereignisse zu verabschieden.

Thomas Silberhorn: "Die Folgen des Klimawandels sind bereits heute allgegenwärtig. Fluten, Überschwemmungen oder Dürren gefährden die Existenz und das Leben von Millionen von Menschen, verschärfen Armut und verhindern nachhaltige Entwicklung. Unser Ziel ist es, durch Prävention und Vorsorge die Widerstandsfähigkeit der gefährdeten Menschen zu stärken. Viele der Hochrisikoländer haben in den letzten zehn Jahren bereits wichtige Schritte in diese Richtung getan. Dennoch besteht weiterhin Nachholbedarf. Das Rahmenabkommen von Sendai wird daher einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen Katastrophen leisten."

Der Aktionsplan soll erstmals verbindliche Ziele für globale und nationale Katastrophenvorsorge festlegen und stellt einen Paradigmenwechsel hin zu besserer Prävention und Vorsorge in der Entwicklungszusammenarbeit dar. Diese Bemühungen sollen dem Trend von immer häufiger auftretenden und intensiveren Natur- und Extremwetterereignissen, den der Weltklimarat (IPCC) jüngst in einer Studie vorhersagte, begegnen.

Die Auswirkungen des Hurrikans Sandy in den USA und der Katastrophe von Fukushima in Japan haben gezeigt, dass auch Industrieländer zunehmend von Katastrophen bedroht und häufig nur unzureichend auf Naturereignisse vorbereitet sind. Zudem stellen Bevölkerungswachstum und zunehmende Urbanisierung in den am wenigsten entwickelten Ländern neue Risiken dar, die die negativen Auswirkungen von Naturereignissen weiter verschärfen können.

Thomas Silberhorn: "Katastrophenvorsorge zahlt sich aus! Jeder Euro, den wir in Frühwarnung und Prävention investieren, kann Menschenleben retten und spart bis zu vier Euro, die im Wiederaufbau nach Katastrophen investiert werden müssten."

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat sich verpflichtet, jährlich mindestens 15 Millionen Euro in Maßnahmen des Katastrophenrisikomanagements seiner Partnerländer zu investieren. Im Herbst 2013 gründete das BMZ mit vier weiteren Bundesministerien (Auswärtigem Amt, Bundesministerium des Innern, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und Bundesministerium für Bildung und Forschung) die Globale Initiative Katastrophenrisikomanagement, um mit deutschem Know-how und Expertise in sieben asiatischen Partnerländern, die als besonders gefährdet gelten, gezielt Unterstützung anbieten zu können.

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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