Hauptinhalt

"Nichts über uns ohne uns"

Erstes internationales Forum zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des internationalen Forums zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen im BMZ in Berlin

03.03.2015 |

Berlin – Die stärkere Fokussierung der Rechte von Menschen mit Behinderungen in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit war am Dienstag, 3. März 2015, im BMZ Thema eines internationalen Forums, an dem Vertreterinnen und Vertreter aus Afrika, Asien und Europa teilgenommen haben. Sie forderten dabei eine stärkere Berücksichtigung der Belange von Menschen mit Behinderungen und eine Kommunikation auf Augenhöhe.

Staatssekretär Dr. Friedrich Kitschelt betonte in seiner Eröffnungsrede, dass der offene gesellschaftliche Dialog, "Best-Practice"-Beispiele und eine verstärkte Süd-Süd-Kooperation Wege sind, Menschen mit Behinderungen auch in den Entwicklungsländern die gleichen Chancen für ein menschenwürdiges Leben zu geben.

Kitschelt: "Wer wird wie behindert? 'Enthinderung' sei die Devise, es muss uns darum gehen, Barrieren rasch abzubauen, damit alle Menschen ihr Potenzial entfalten könnten. Deutschland hat sich in den letzten Jahren als einer der wichtigsten bilateralen Akteure für Inklusion etabliert. Und wir werden uns auch weiterhin aktiv für die weltweite Anerkennung und Gewährleistung der Rechte von Menschen mit Behinderungen einsetzen und dies vor allem bei den aktuellen Verhandlungen zu den Post 2015-Zielen für nachhaltige Entwicklung"

Staatssekretär Friedrich Kitschelt mit Catalina Devandas Aguilar, UN-Sonderberichterstatterin für die Rechte von Menschen mit Behinderungen

Prominentester Gast des Forums war Catalina Devandas Aguilar (Costa Rica), die im Dezember 2014 zur ersten UN-Sonderberichterstatterin für die Rechte von Menschen mit Behinderungen ernannt wurde.

Bereits am Vorabend traf Catalina Devandas Aguilar, die gleichzeitig ihren Antrittsbesuch in Deutschland machte, mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Fuchtel zusammen. Dabei dankte sie Deutschland für die Vorreiterrolle und die große Unterstützung bei der Inklusion und forderte eindringlich auf, hierin nicht nachzulassen, denn gerade die Schwächsten bräuchten Hilfe, vor allem in humanitären ‎Notlagen.

Staatssekretär Fuchtel wies auf die bisherigen Aktivitäten Deutschlands hin. Vor allem müsse es auch gelingen – wo nötig – durch den Aufbau von Unfallversicherungen mehr Absicherung bei Arbeitsunfällen und damit einhergehenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erreichen. Kreative Ideen aller seien notwendig, Partner – auch aus der Wirtschaft – würden gebraucht.


Kurzlink zu dieser Meldung

Lexikon der Entwicklungspolitik

Fenster schließen

 

Seite teilen