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Weltflüchtlingstag

Kitschelt: "Gute Flüchtlingspolitik muss Menschenleben retten, Fluchtursachen bekämpfen, Zukunftsperspektiven eröffnen"

Das UNHCR-Camp Kawergosk für syrische Flüchtlinge in der autonomen Region Kurdistan im Irak

19.06.2015 |

Anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni hat Staatssekretär Dr. Friedrich Kitschelt die gemeinsame internationale Verantwortung für das Thema Flucht und Vertreibung betont: "Flüchtlingskrisen können nur mit anderen gelöst werden. Die Flüchtlingskrise lösen wir nicht in Deutschland, sondern in den Krisenregionen. Vor allem die EU muss hierzu ihrer Verantwortung mit deutlich mehr Mitteln und besserer Koordinierung noch stärker gerecht werden."

Die aktuelle Agenda der EU zur Migration ist ein wichtiger Schritt, aber noch nimmt sie nicht alle Aspekte von Flucht und Migration ausreichend in den Blick. "Gute Flüchtlingspolitik muss drei Dinge gleichzeitig leisten: Menschenleben retten, Fluchtursachen bekämpfen, Zukunftsperspektiven eröffnen", forderte Staatssekretär Dr. Friedrich Kitschelt beim diesjährigen Berliner Sommerdialog der Stiftung Entwicklung und Frieden am 17. und 18. Juni 2015 zum Thema "Internationale Verantwortung in Flüchtlingskrisen".

Um Leben zu retten, stehe das BMZ rasch und flexibel den Flüchtlingen in Krisenregionen bei: mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Unterkünften. Parallel muss aber auch die Bekämpfung von Schleppern angegangen werden, damit diese ihr menschenverachtendes Handwerk nicht ausweiten: "Wir dürfen nicht hinnehmen, dass jedes Jahr zwölf Millionen Menschen skrupellosen Menschenhändlern ausgeliefert sind", so Kitschelt.

Die Bekämpfung von Fluchtursachen hat Bundesminister Dr. Gerd Müller gleich nach seinem Amtsantritt ganz oben auf die entwicklungspolitische Agenda gesetzt und drei Sonderinitiativen aufgelegt: Zur Bekämpfung von Fluchtursachen und zur Reintegration von Flüchtlingen, zur Stabilisierung und Entwicklung in Nordafrika und Nahost sowie die Initiative EineWelt ohne Hunger zur Ernährungssicherheit und Entwicklung im ländlichen Raum.

Schließlich setzt sich das BMZ dafür ein, dass Flüchtlinge eine Zukunftsperspektive und nach geglückter Flucht auch eine Rückkehrperspektive haben. In Deutschland wollen wir sie daher noch stärker bei ihrer Ausbildung unterstützen. Staatssekretär Kitschelt: "Viele, die es nach Deutschland geschafft haben, sind flexibel und leistungsbereit. Bildung und Ausbildung ist hier der Schlüssel. Deshalb setzen wir auf Bildungspartnerschaften mit der Deutschen Wirtschaft und Ausbildungspartnerschaften mit dem Deutschen Handwerk. Wir wollen Perspektiven für ein Leben nach der Flucht schaffen."

Weiter Informationen zum Thema finden Sie unter www.bmz.de/flucht

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