Hauptinhalt

Global Nutrition Report

Ernährungssicherung ist Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung


Eine Frau begutachtet ihren Mais am Rande von Bangui in der Zentralafrikanischen Republik.

Pressemitteilung vom 02.06.2015 |

Berlin – "Deutschland wird sich dafür einsetzen, dass vom G7-Gipfeltreffen auf Schloss Elmau ein starkes Signal für den Kampf gegen Hunger und für Ernährungssicherung ausgeht." Das erklärte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Thomas Silberhorn, bei der Vorstellung des Global Nutrition Report zusammen mit der Hilfsorganisation CARE Deutschland-Luxemburg und der Global Alliance for Improved Nutrition (GAIN).

Der Bericht beschreibt umfassend die weltweite Ernährungssituation und macht deutlich, dass schlechte Ernährung in allen Ländern der Welt eine Rolle spielt – ob beim Kampf gegen Hunger und Unterernährung oder beim Auftreten von Anämie, körperlicher Unterentwicklung und beim Übergewicht von Kindern und Erwachsenen in den Industrieländern.

Silberhorn hob die Notwendigkeit hervor, bei der Verbesserung der weltweiten Ernährungssituation interdisziplinär zu denken und zu handeln: "Gesundheitsthemen spielen dabei ebenso eine wichtige Rolle wie die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung, die Produktion von Nahrungsmitteln und Informations- und Bildungsprogramme, die über die Auswirkungen schlechter Ernährung informieren. Die Bekämpfung von Mangelernährung ist im Rahmen der Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger" ein Schwerpunkt unserer Arbeit. Jährlich stellen wir mehr als eine Milliarde Euro aus dem Etat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für Vorhaben der Ernährungssicherung bereit, die diesen integrierten Ansatz verfolgen."

Lawrence Haddad, Experte des renommierten International Food Policy Research Institute (IFPRI), betonte bei der Vorstellung des Berichtes, dass eine gesunde Ernährung wesentliche Voraussetzung für die nachhaltige Entwicklung in allen Ländern ist. Nationale Regierungen, Zivilgesellschaft und die Privatwirtschaft müssen gemeinsam Verantwortung für die Bekämpfung von Hunger und schlechter Ernährung übernehmen und abgestimmt vorgehen.

Die Ergebnisse und Empfehlungen des Berichtes sollen in die Diskussion um die neuen globalen Nachhaltigkeitsziele einfließen, die im Herbst von den Vereinten Nationen beschlossen werden. Dabei geht es nicht nur um das Ziel einer gesunden, ausgewogenen Ernährung für Millionen von Menschen, sondern auch um die Risiken, welche der Fortbestand von Mangelernährung für die Erreichung anderer Ziele haben könnte.

An der Vorstellung des Berichts nahmen neben dem Parlamentarischen Staatssekretär Thomas Silberhorn der Direktor des Zentrums für Entwicklungsforschung, Professor Joachim von Braun, der Koordinator der globalen Initiative Scaling up Nutrition, Tom Arnold, der Generalsekretär von CARE International, Dr. Wolfgang Jamann, und der Direktor der Global Alliance for Improved Nutrition, Marc van Ameringen, teil.

Kurzlink zu dieser Meldung

Lexikon der Entwicklungspolitik

Fenster schließen

 

Seite teilen