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Ebola

Wiederaufbaukonferenz in New York

Deutschland unterstützt Westafrika nach der Ebola-Krise


GIZ-Programm zur Ebola-Prävention in Schulen: Schülerinnen beim Händewaschen in Kankan, Guinea

Pressemitteilung vom 11.07.2015 |

Berlin, New York – Der Wiederaufbau der Gesundheitssysteme von Guinea, Liberia und Sierra Leone wird mit fast 200 Millionen Euro unterstützt. Nach der verheerenden Ebola-Epidemie beteiligt sich Deutschland damit an einer schnellen wirtschaftlichen und sozialen Erholung in den westafrikanischen Ländern. Dies hat der deutsche Vertreter gestern in New York anlässlich einer internationalen Ebola-Konferenz unter Leitung des UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon bekannt gegeben.

Minister Müller dazu in Berlin: "Wir unterstützen dort, wo der Bedarf unserer Partnerländer am größten ist; in Liberia werden beispielsweise temporäre Ebola-Behandlungszentren in langfristige Strukturen überführt. Die Menschen brauchen vor allem wieder Perspektiven, müssen sich schnell wieder selbst ernähren können. Wichtig ist mir deshalb auch, dass Schul- und Ausbildungsprogramme für junge Menschen ein Schwerpunkt unserer Unterstützung sind. Die internationale Gemeinschaft muss beim Wiederaufbau in den betroffenen Ländern koordiniert vorgehen, die Wiederaufbaukonferenz unter Leitung von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon ist hier der richtige Ansatz."

Die insgesamt 196 Millionen Euro aus dem Etat des Entwicklungsministeriums (BMZ) sind unter anderem Teil des Sonderprogramms "Gesundheit in Afrika", das Bundesentwicklungsminister Müller als Antwort auf die Ebola-Krise im Frühjahr 2015 ins Leben gerufen hat. Mit diesen Mitteln sollen die Gesundheitssysteme der drei Länder gestärkt und ihre Widerstandskraft gegen Krankheitsausbrüche erhöht werden. Darüber hinaus investiert Deutschland in die Energie- und Verkehrsinfrastruktur, in Grundbildung und Beschäftigungsförderung – insbesondere von Frauen und Jugendlichen. Somit wird die Grundlage für eine stabile wirtschaftliche und soziale Entwicklung in diesen Ländern geschaffen.

Bereits 2014 hatte die Bundesregierung zahlreiche Experten und rund 195 Millionen Euro für humanitäre und medizinische Hilfe, Ausbildung und Ausrüstung sowie Entwicklungsprojekte bereitgestellt. Deutschland ist seit fast sechs Jahrzehnten ein enger Partner der drei Länder und einer der wenigen bilateralen Geber, die sich dort engagieren.

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