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Tansania

Günter Nooke mit Bundespräsident Joachim Gauck in Tansania


Günter Nooke

06.02.2015 |

Günter Nooke, Persönlicher Afrikabeauftragter der Bundeskanzlerin und Afrikabeauftragter des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), begleitete Bundespräsident Joachim Gauck auf seiner Tansania-Reise.

Günter Nooke: "Tansania verzeichnet seit mehr als zehn Jahren ein rasantes Wirtschaftswachstum. Die positive Dynamik in Tansania hat allerdings noch nicht alle Bevölkerungsteile erreicht, und die Versorgung mit öffentlichen Dienstleistungen wie Gesundheitsfürsorge, Strom und Wasser bleibt hinter dem Bedarf zurück. Deutschland unterstützt Tansania dabei, diese weiter auszubauen."

Tansania gilt als Stabilitätsanker in Afrika. In dem Staat mit 45 Millionen Einwohnern leben Muslime, Christen und rund 120 verschiedene Ethnien friedlich zusammen. Der Übergang vom Staatssozialismus zur Demokratie verläuft insgesamt erfolgreich. Bundespräsident Gauck sprach auch zu diesem Thema mit dem tansanischen Präsidenten Jakaya Kikwete.

Auf dem Reiseprogramm standen zudem Gespräche mit Menschenrechtlern, Oppositionspolitikern und Intellektuellen. Auf Sansibar sprach der Bundespräsident mit Religionsführern beim sogenannten "Friedensrat". Weitere Stationen waren die Ostafrikanische Gemeinschaft (EAC) in Arusha, der Besuch beim Afrikanischen Gerichtshof für Menschenrechte sowie ein Anti-Wilderei-Projekt im Serengeti-Nationalpark.

"Der Bundespräsident spricht sich klar dafür aus, Menschenrechte zu schützen, Verantwortliche von Menschenrechtsverletzungen zu verfolgen und sich auf die Seite der Opfer zu stellen. Das ist für mich ein wichtiges Signal – für Afrika gleichermaßen wie für Europa. Auch beim Thema regionale Integration bleibt noch viel zu tun: Die aktuelle Staatsschuldenkrise im Euro-Raum und der Konflikt in der Ukraine zeigen eindringlich, dass regionale Integration kein Selbstläufer ist. Basis der Integration ist die Achtung der Menschenrechte und des Völkerrechts", so Günter Nooke.

Das BMZ und die Bundesregierung fördern daher den Afrikanischen Gerichtshof für Menschenrechte mit finanziellen Mitteln. Auch die regionale Integration in Afrika fördert Deutschland auf vielfältige Art und Weise, unter anderem durch die Unterstützung regionaler Wirtschaftsvereinigungen.

Tansania ist ein wichtiges Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Afrika. Die tansanisch-deutsche Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich auf die Schwerpunkte Wasserversorgung und Abwassermanagement, Gesundheitssystemstärkung sowie erneuerbare Energien.

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