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Frauenrechte

Mehr Selbstbestimmung, Mitsprache und Beteiligung – Weltbank stellt neuen Bericht über die Verwirklichung der Rechte von Frauen und Mädchen vor

Podiumsteilnehmerinnen bei der Vorstellung des Weltbankberichts über die Verwirklichung der Rechte von Frauen und Mädchen: Dr. Silke Steinhilber, Karin Kortmann, Christine Nkulikiyinka, Ines Pohl, Ute Möhring, Sascha Gabizon (von links nach rechts)

11.09.2014 |

Berlin – In einer gemeinsamen Ver­an­stal­tung haben BMZ und Weltbank gestern Abend den neuen Welt­bank­bericht "Voice and Agency: Empowering women and girls for shared prosperity" vorgestellt.

Mit aktuellen Daten und zahlreichen Beispielen aus der Praxis beleuchtet der neue Welt­bank­bericht die an­hal­ten­de welt­weite Dis­kri­mi­nie­rung von Frauen und Mädchen. So gibt es beispielsweise in 128 Ländern Gesetze, die Frauen be­nach­tei­li­gen und welt­weit sind mehr als 800 Millionen Frauen min­des­tens einmal in ihrem Leben physischer oder sexueller Gewalt aus­ge­setzt. Der Bericht bekräftigt, dass die Gleich­be­rech­ti­gung von Männern und Frauen ein Schlüssel ist für eine sozial gerechte und nach­hal­tige Ent­wick­lung, von der die ganze Ge­sell­schaft profitiert.

Die Veranstaltung in der nordrhein-westfälischen Landes­ver­tre­tung wurde von Gunther Beger, Leiter der Abteilung für Globale Zukunfts­fragen im BMZ, und von Jeni Klugman, zuständig in der Weltbank für das Thema Gleich­stellung und Ent­wick­lung, eröffnet.

Beger: "Wir dürfen nicht hinnehmen, dass in vielen Ländern Frauen und Mädchen nach wie vor durch Ge­sell­schaft und Gesetze, durch Armut, Herkunft oder fehlende Bildung benachteiligt werden. Ziel muss es sein, dass sie selbst­bestimmt Ent­schei­dun­gen über ihr Leben treffen und frei von Gewalt, Vergeltung und Angst handeln. Frauen und Mädchen müssen sich stärker zu Wort melden können und gehört werden, sei es innerhalb der Familie oder in der Ge­sell­schaft."

Untersucht wurden Schlüssel­themen zu Gleich­stel­lungs­fragen wie Gewalt gegen Frauen und Mädchen, Gesundheit, Rechte, Besitz und Kontrolle von Land, Teilhabe und Mitsprache in Ge­sell­schaft und Politik.

Das BMZ hat sich in seinem Gleich­be­rech­ti­gungs­konzept dazu ver­pflich­tet, den Rechten von Frauen und Mädchen zur Durch­set­zung zu verhelfen. In einer Vielzahl von Projekten fördert das Ministerium weltweit die Stärkung von Frauen­rechten. In Zentral­asien setzt sich das BMZ beispiels­weise dafür ein, dass Frauen einen besseren Zugang zu Gesund­heits­dienst­leis­tun­gen erhalten. In Latein­amerika steht die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen im Fokus. Es geht darum, Denk- und Verhaltens­muster, die Gewalt gegen Frauen tolerieren, zu verändern und dies auch gesetzlich zu verankern. In Ägypten, Jordanien, Marokko und Tunesien wird der Einfluss sozialer Medien und die Veränderungs­kraft von Nicht­re­gierungs­or­ga­ni­sa­tio­nen genutzt, um die wirt­schaft­liche Teilhabe und gesell­schaft­liche Mitsprache von Frauen zu verbessern.

Den Bericht finden Sie hier (PDF 27,7 MB, englisch).

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