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Nachhaltige Textilien

"Ein Bündnis der Fairness" – Start des Textilbündnisses im Bundesentwicklungsministerium


Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (rechts) stellt gemeinsam mit (von links) Christiane Schnura, Koordinatorin der Kampagne für Saubere Kleidung (CCC), Antje von Dewitz, Geschäftsführerin der VAUDE Sport GmbH & Co. KG und Reiner Hoffmann, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), den Aktionsplan des Textilbündnisses vor.

16.10.2014 |

Berlin – Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft, der Gewerkschaften und der Zivilgesellschaft hat Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller heute das Textilbündnis auf den Weg gebracht. Ziel ist es, eineinhalb Jahre nach Rana Plaza konkrete Verbesserungen der sozialen und ökologischen Standards in der Textil- und Bekleidungsindustrie zu erreichen.

Minister Müller: "Ich möchte mich bei allen Akteuren bedanken, die in den vergangenen Monaten mit hohem Engagement und Einsatz den Start des Textilbündnisses vorbereitet haben. Gemeinsam wird es uns gelingen, die Arbeits- und Lebensbedingungen für die Menschen spürbar zu verbessern, die unsere Kleider unter teilweise nicht hinnehmbaren Zuständen herstellen. Alle sind sich einig, dass wir keine Kleidung auf unserer Haut tragen wollen, für die andernorts Menschenrechte mit Füßen getreten, Menschen ausgebeutet oder vergiftet werden. Mit unserem Bündnis der Fairness setzen wir nicht nur ein sichtbares Zeichen, sondern machen uns ab heute an die Arbeit, die Verbesserungen gemeinsam Schritt für Schritt umzusetzen."

Bei der Gründungsveranstaltung am Mittag im Bundesentwicklungsministerium begrüßt Minister Müller rund 150 Gäste, darunter auch die 70 Vertreterinnen und Vertreter, die in den vergangenen Monaten gemeinsam einen Aktionsplan erarbeitet haben. Darin sind die Ziele beschrieben, auf die im Bündnis gemeinsam hingearbeitet werden soll.

Rund 30 Unternehmen und Organisationen zählten bis Mittwochabend zu den Erstunterzeichnern des Textilbündnisses.

Minister Müller: "Mit unserem Bündnis der Fairness wird Entwicklungspolitik ganz konkret. Dabei respektiere ich die Haltung verschiedener Verbände und Unternehmen, die sich mehr Zeit für die Entscheidung lassen wollen, ob Sie dem Textilbündnis beitreten wollen. Unsere Türen stehen offen, sich jederzeit an dem Prozess zu beteiligen und dem Bündnis beizutreten. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir schnell zahlreiche weitere Teilnehmer gewinnen werden. Denn kein verantwortlich handelndes Unternehmen wird sich dem Anspruch auf Dauer versagen können, für seine Lieferketten Öko- und Sozialdumping und Kinderarbeit auszuschließen. Verbraucherinnen und Verbraucher haben ein Recht darauf, dass wir hier gemeinsam Verbesserungen erreichen und mehr Transparenz für die Kaufentscheidung geschaffen wird."

Nach der Gründungsveranstaltung am Mittag im Ministerium setzen die Akteure des Bündnisses ihre Arbeit unmittelbar fort. Auf der Tagesordnung stehen neben organisatorischen Fragen die Verabredungen auf nächste Schritte zur Umsetzung.

Informationen zum Bündnis für Nachhaltige Textilien



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