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Friedensnobelpreis/Weltmädchentag

"Zugang zu Bildung stärken – Menschenrechte schützen"

Thomas Silberhorn gratuliert Malala Yousafzai


Malala Yousafzai spricht am Weltmädchentag 2013 bei der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank.

10.10.2014 |

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Thomas Silberhorn, gratuliert Malala Yousafzai zur Verleihung des Friedensnobelpreises. Ihre Lebensgeschichte macht Mut. Ihre Auszeichnung ist ein Appell an die internationale Gemeinschaft und jeden einzelnen von uns, sich stärker für die Belange von Mädchen und jungen Frauen einzusetzen.

Silberhorn: "Mädchen werden noch immer vielfach benachteiligt, diskriminiert und missbraucht, nur weil sie Mädchen sind. Wir dürfen Verletzungen der Würde und Rechte von Mädchen nicht länger hinnehmen. Eine sichere und gewaltfreie Umgebung für Mädchen zu schaffen und Mädchen Zugang zu Bildung zu ermöglichen, ist mir ein persönliches Anliegen. Mädchen können Veränderungen innerhalb ihrer eigenen Familien, Gemeinden und Gesellschaften bewirken. Dafür verdienen Mädchen unsere Anerkennung und Förderung sowie eine sichere Umgebung!"

Anlässlich des 3. Weltmädchentags am 11. Oktober fordert daher Thomas Silberhorn, den Zugang zu Bildung für Mädchen zu verbessern und deren Menschenrechte stärker zu schützen. Die Diskriminierung von Mädchen ist facettenreich: In einigen Ländern werden bei der Feststellung des Geschlechts Schwangerschaften abgebrochen und Mädchen ihres Menschenrechts auf Leben beraubt.

Auch darf das erschreckende Ausmaß an Gewalt, das Mädchen in ihrer Kindheit erfahren, nicht unterschätzt werden: Weltweit wird eines von drei Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren zumindest einmal in seinem Leben Opfer emotionaler, physischer, psychischer oder sexueller Gewalt. Drei Millionen Mädchen sind jährlich von der weiblichen Genitalverstümmelung bedroht.

700 Millionen Frauen wurden vor ihrem 18. Lebensjahr verheiratet. 250 Millionen Mädchen wurden sogar vor ihrem 15. Lebensjahr verheiratet. Diese Mädchen und jungen Frauen sind besonders häufig Opfer von Gewalt und müssen oftmals die Schule oder die Ausbildung abbrechen. Über 68 Millionen Mädchen im Alter von fünf bis 17 Jahren werden gezwungen, einer Arbeit nachzugehen, die ihre Bildung, Entwicklung und Gesundheit beeinträchtigt. Trotz weltweiter Fortschritte im Zugang zu Grundschulbildung muss jedes vierte Kind diese vorzeitig abbrechen.

Bildung und die Einhaltung der Menschenrechte sind deshalb zentrale Voraussetzungen dafür, dass Mädchen ihre Fähigkeiten entfalten und gleichberechtigt ihre Chancen wahrnehmen können. Die Förderung von Bildung und Gesundheitsversorgung zählt deshalb zu den Schwerpunkten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in vielen Partnerländern.

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