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Ruanda

Regierungsverhandlungen über die Entwicklungszusammenarbeit mit Ruanda abgeschlossen

Deutschland würdigt die Reformbereitschaft des Landes


Gudrun Grosse Wiesmann (BMZ), der deutsche Botschafter Peter Fahrenholtz und der ruandische Minister für Wirtschaft und Finanzen Claver Gatete beim Abschluss der Regierungsverhandlungen

14.11.2014 |

Kigali – Vom 12. bis 13. November haben in der ruandischen Hauptstadt Kigali die Regierungsverhandlungen über die Ausgestaltung der künftigen Entwicklungszusammenarbeit zwischen der Republik Ruanda und der Bundesrepublik Deutschland stattgefunden. Deutschland wird das Land weiterhin bei der Dezentralisierung seiner Verwaltung unterstützen, bei der nachhaltigen Entwicklung der Wirtschaft, bei der Förderung des Privatsektors und der beruflichen Bildung. Zudem ist die Reform des öffentlichen Finanzwesens ein wichtiger gemeinsamer Arbeitsbereich.

Auch zahlreiche ruandische Nichtregierungsorganisationen (NROs) werden von Deutschland gefördert, beispielsweise bei ihrer Einbindung in das Monitoring und die Rechenschaftslegung staatlicher Dienstleistungen.

Runda hat eine sehr junge Bevölkerung: 60 Prozent sind unter 26 Jahre alt. Für viele junge Menschen fehlt es allerdings an Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Um diese Situation zu verbessern, unterstützt Deutschland den Aufbau eines Berufsbildungssystems, das in enger Kooperation mit der Privatwirtschaft qualifizierte Absolventen hervorbringen soll, die den Anforderungen des Arbeitsmarktes entsprechen. So erhalten etwa Berufsschullehrer und -lehrerinnen Fortbildungen in Privatunternehmen, um Arbeitsabläufe besser vermitteln zu können.

Damit staatliche Mittel effizienter verwendet werden können, berät Deutschland die ruandische Regierung bei der Reform des öffentlichen Finanzwesens, beispielsweise beim Aufbau des nationalen Rechnungshofes oder der Steuerbehörde.

In den Verhandlungen würdigte Deutschland die ruandische Regierung für ihre ausgeprägte Entwicklungsorientierung und hohe Eigenverantwortung. Dies schlägt sich in den Entwicklungserfolgen des Landes nieder. Vor dem Hintergrund der Genozid-Erfahrungen des Landes ist dies sehr beachtlich. Bei gleichbleibenden Anstrengungen können sogar mehrerer Millenniumsentwicklungsziele erreicht werden, wie zum Beispiel bei der Grundbildung, Geschlechtergerechtigkeit und Kindersterblichkeit.

Die deutsche Seite ermutigte die ruandische Regierung jedoch zugleich auch, den Demokratisierungsprozess noch weiter auszubauen und nichtstaatlichen Akteuren, wie NROs oder Vertretern der Wirtschaft, mehr politischen Handlungsspielraum zu ermöglichen.

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