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Fachgespräch

Minister Müller trifft Melinda Gates – Zu­sam­men­ar­beit an der Schnitt­stelle Gesund­heit/Ernäh­rung bekräftigt

Im Gespräch: Agnes Binagwaho, Gesundheitsministerin von Ruanda, Melinda Gates, Co-Vorsitzende der Bill & Melinda Gates-Stiftung, Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und der Moderator Ranga Yogeshwar

22.05.2014 |

Berlin – Gesund­heit be­ginnt mit der Ernäh­rung, beides ist eng mitein­an­der verknüpft. Diese einfache Logik ist tat­säch­lich ein wich­tiger Schlüssel im Kampf gegen Kin­der- und Mütter­sterb­lich­keit: Etwa 45 Prozent der Kinder­sterb­lich­keit werden auf Mangel­ernäh­rung zurück­geführt, die auch bei der Mütter­sterb­lich­keit eine wichtige Rolle spielt. Gezielte In­ves­ti­tio­nen können nicht nur Millio­nen von Leben retten, sondern zahlen sich auch wirt­schaft­lich viel­fach aus.

Aus diesem Grund ver­an­stal­te­ten das BMZ und die Bill & Melinda Gates-Stif­tung ein Fach­ge­spräch zum The­ma "Gleiche Chan­cen auf Gesund­heit welt­weit", unter anderem auch mit der ruan­di­schen Ge­sund­heits­ministerin Dr. Agnes Binagwaho. Bereits im Vor­feld trafen sich Bun­des­mi­nis­ter Dr. Gerd Müller und Melinda Gates, die Co-Vor­sitzen­de der Stiftung, zu einem bilatera­len Ge­spräch.

Minister Müller: "Geld, das wir in die Ge­sund­heits­versor­gung stecken, ist bestens in­vestiertes Geld: So hat die Globale Impf­allianz Gavi in den letzten Jahren 430 Millionen Kinder geimpft und damit millio­nen­fach Kinder­leben gerettet. Wie erfolg­reich solche Impf­pro­gramme sind, zeigt beispiel­haft die Aus­rottung der Pocken – und auch bei der Polio sind wir auf einem guten Weg. Wir haben daher bis 2016 ins­gesamt 600 Millio­nen Euro für den Glo­balen Fonds GFATM zu­gesagt und stocken die Mittel für Gavi um die Hälfte auf – auf 15 Millionen Euro. Jedes Kind, das an einer durch Impfung leicht ver­meid­baren Krank­heit stirbt, ist eines zu viel. Daher arbeiten wir gemein­sam mit der Bill & Melinda Gates-Stif­tung ent­schlossen daran, die Kinder- und Mütter­sterb­lich­keit weiter zu senken."

Deutsch­land hatte am Dienstag in Brüssel seine Bereit­schaft erklärt, die an­stehen­de Wieder­auf­füllungs­kon­ferenz der Glo­balen Impf­allianz Gavi (Global Alliance for Vaccines and Immunisation) für den Zeit­raum von 2016 bis 2020 aus­zu­richten.

Melinda Gates: "Ich möchte Deutsch­land heute dafür loben, dass es Gesund­heit und Ernäh­rung auf seiner politi­schen Agenda deut­lich weiter nach oben gesetzt hat. Beson­ders danke ich Minister Müller und seinem Team für ihren Mut, sich so ent­schlossen für die Ärmsten der Armen in der ganzen Welt ein­zusetzen.

Wir haben diese Woche ein groß­artiges Beispiel hierfür gesehen: Deutsch­land hat sich als Gast­geber für die Wieder­auffüllungskonferenz der Gavi Impf­allianz ange­boten. Impfungen gehören zu den besten In­ves­ti­tio­nen in künftige Gene­ra­tionen und geben Kindern die Chance auf ein gesundes und erfolg­reiches Leben."

Aus dem Ent­wick­lungs­etat fließen jährlich rund 700 Millionen Euro in den Gesund­heits­sektor – mehr als ein Zehntel des BMZ-Ge­samt­etats. Die von Bun­des­mi­nis­ter Müller ins Leben gerufene Sonder­initia­tive "EineWelt ohne Hunger" will zudem vor allem auch an der Schnitt­stelle zwischen Ernäh­rung und Gesund­heit ansetzen. Für den Bereich länd­liche Ent­wick­lung und Er­näh­rungs­siche­rung wird die deutsche Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit deshalb mindestens eine Milliarde Euro pro Jahr investieren.

Das BMZ und die Bill & Melinda Gates-Stif­tung arbeiten seit eini­gen Jahren unter an­derem im Bereich globale Ge­sund­heits­politik zu­sammen – hier ins­be­son­dere in Finan­zierungs­me­chanis­men wie dem Glo­balen Fonds GFATM (Global Fund to fight AIDS, Tuberculosis and Malaria) oder der Globalen Impf­allianz Gavi. Im Bereich Er­näh­rungs­siche­rung ko­operieren das Ministerium und die Stif­tung beispiels­weise im Projekt "Affordable Nutritious Foods for Women" zur Min­derung der Mangel­ernäh­rung von jungen Frauen in Afrika und Süd­asien.

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