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Bilaterale Zusammenarbeit

Re­gie­rungs­ver­hand­lungen mit Peru erfolgreich abgeschlossen

Regierungsverhandlungen mit Peru: Die Lateinamerika-Beauftragte des BMZ, Christiane Bögemann-Hagedorn (rechts), mit Embajadora Marcela López Bravo, Generaldirektorin für wirtschaftliche Angelegenheiten des peruanischen Außenministeriums (Directora General para Asuntos Económicos)

15.05.2014 |

Lima – Deutsch­land und Peru haben am 15. Mai in Lima erfolg­reich die Ver­hand­lungen über die Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit mit Peru ab­ge­schlossen, die von der Latein­ame­rika-Beauf­trag­ten des BMZ, Dr. Christiane Böge­mann-Hage­dorn, ge­leitet wurden.

Peru hat sich in den letzten 20 Jahren von einem Land mit schwerer wirt­schaft­licher Krise und inter­nem be­waffne­tem Kon­flikt in viel­facher Hin­sicht zu einem Modell für demo­kra­tische Stabi­li­sierung, wirt­schaft­lichen Auf­schwung und erfolg­reiche Armuts­redu­zierung ent­wickelt. Die Über­windung der großen so­zialen und regio­nalen Unter­schiede stellt jedoch weiter­hin eine große He­raus­for­de­rung dar. Die pe­rua­nische Re­gierung stellte im Rah­men der Ver­hand­lungen ihre ehr­geizi­gen Refor­men zur Moder­ni­sierung der öffent­lichen Verwal­tung, im Wasser­sek­tor und in der pe­ruani­schen Forst- und Um­welt­politik vor.

Als auf­streben­des Schwellen­land übernimmt Peru ver­stärkt Ver­ant­wor­tung bei der Bewäl­tigung glo­baler He­raus­for­de­run­gen und wird im Dezember 2014 die UN-Klima­kon­ferenz aus­richten. Deutsch­land unter­stützt Peru in seinen Be­mühun­gen zum Klima­schutz, unter anderem im Tropen­wald­schutz und bei der För­derung erneuer­barer Ener­gien sowie bei dem Vor­bereitungs­prozess auf die Klima­kon­ferenz.

Im Fokus der Zu­sam­men­ar­beit stehen zudem der Erhalt von Bio­di­ver­si­tät und eine nach­hal­tige Forst­politik. Im Bereich der Wasser­ver­sorgung und Ab­was­ser­ent­sorgung werden die Re­struk­turierung des Wasser­sektors und die Klärung der Ab­wässer unter­stützt. Die Wieder­nutzung von geklärtem Wasser hilft dem Land, sich an die klima­tischen Verän­derungen an­zupassen und Wasser­ressourcen zu schonen.

Im Schwer­punkt­bereich "Demo­kratie, Zivil­ge­sell­schaft und öffent­liche Verwaltung" werden die peruanische und Regional- und Kom­munal­regie­rungen bei der Ver­bes­se­rung des öffent­lichen Finanz­manage­ments, der Um­setzung der Sozial­politik und dem Auf­bau der internen Kontroll­mechanis­men unter­stützt.

Deutsch­land hat Mittel in Höhe von ins­gesamt 122 Millionen Euro für die Fort­setzung der bilateralen Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit zugesagt, davon 92 Millionen Euro für finan­zielle Zu­sam­men­ar­beit und 30 Millionen Euro für technische Zu­sam­men­ar­beit. Zusammen mit der bereits 2013 erfolgten Zwischen­zusage um­fasst die Gesamt­zusage für die Zu­sam­men­ar­beit mit Peru in den Jahren 2014 und 2015 ein Vo­lumen von rund 201 Millionen Euro. Ange­sichts der eigenen wirt­schaft­lichen Leistungs­fähigkeit Perus handelt es sich dabei vor allem um zins­verbilligte Kredite.

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