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Zukünftige Zusammenarbeit

Neue Afgha­nistan-Länder­stra­tegie: Verlässliche Part­ner in Zeiten des Umbruchs

Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller und der afghanische Finanzminister Omar Zakhilwal

12.03.2014 |

Berlin – "Verlässliche Partner­schaft in Zeiten des Umbruchs" – das ist der Titel der ent­wick­lungs­po­litischen Strategie des BMZ für Afghanistan für die Jahre 2014–2017, die Bun­des­mi­nis­ter Dr. Gerd Müller am Mittwoch im Rahmen einer mehrtägigen in­ter­na­ti­o­nalen Konferenz vorstellt. Die neue Länder­strategie richtet die Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit mit Afghanistan für die Zeit nach dem Abzug der ISAF-Mission neu aus.

An der Konferenz nehmen nicht nur in­ter­natio­nale Vertreter aus Politik, Zivil­ge­sell­schaft, Wissenschaft und Wirtschaft teil, sondern auch eine hochrangige afghanische Delegation rund um Finanzminister Omar Zakhilwal.

Konferenzzeichnung zur Afghanistan Konferenz

Bun­des­mi­nis­ter Gerd Müller: "Wir beginnen ein neues Kapitel in unserer lang­jährigen Zu­sam­men­ar­beit mit Afghanistan: ISAF geht, wir bleiben. Wir werden dem afghanischen Volk weiterhin ein verlässlicher Partner sein – gerade jetzt, in diesen Zeiten des Umbruchs! Denn trotz mancher Rückschläge: Wir haben viel erreicht in den vergangenen zehn Jahren, den meisten Afghaninnen und Afghanen geht es heute deutlich besser als 2002. Deutsch­land als dritt­größter Geber hat daran einen erheblichen Anteil. Dennoch steht Afghanistan immer noch vor immensen He­raus­for­de­run­gen: Kor­rup­tion ist nach wie vor ein großes Problem, und auch bei Menschen- und vor allem den Frauen­rechten erwarten wir von der Regierung deutlich mehr Einsatz. Deshalb werden wir die dringend nötigen Reformen entschlossen einfordern."

Die Länderstrategie sieht unter anderem mehr Mittel für den Bereich gute Regie­rungs­führung vor. Zugleich sind die Zusagen konditioniert, also an konkrete Reformschritte geknüpft. Neue Vorhaben konzentrieren sich auf be­schäf­ti­gungs­för­dernde Maß­nahmen, aus­drücklich auch im ländlichen Raum außerhalb der Städte, wo besonders die Land­wirt­schaft künftig verstärkt gefördert werden soll. Auch im Bereich Bildung und Berufsbildung werden die Anstrengungen noch einmal intensiviert.

Insgesamt wird sich Deutsch­land weiterhin vor allem im Norden Afghanistans engagieren, in Regionen mit hinreichend kontrollierbarer Sicherheitslage, zudem aber weiterhin auch landesweite Programme unterstützen.

Seit 2002 hat Deutsch­land insgesamt rund 2 Milliarden Euro für die Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit mit Afghanistan zur Verfügung gestellt – auf das BMZ entfallen davon mehr als 1,5 Milliarden Euro. Das deutsche En­gage­ment kon­zen­triert sich auf die Schwerpunkte Bildung, Energie, nach­hal­tige Wirt­schafts­ent­wick­lung, gute Regie­rungs­führung und Wasser­ver­sorgung.

Die neue Länderstrategie finden Sie hier:
www.bmz.de/Afghanistan-Strategie (PDF 1,3 MB, barrierefrei)

Ausführliche Informationen zu unserer Zu­sam­men­ar­beit mit Afghanistan finden Sie hier: www.bmz.de/ez-afghanistan (PDF 17 MB)

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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