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Deutsch­land stockt Gel­der für in­ter­na­ti­o­nalen Klima­schutz auf


Windrad vor blauem Himmel

13.06.2014 |

Die Bun­des­re­gie­rung will ihren Beitrag zur Finan­zierung des in­ter­na­ti­o­nalen Klimaschutzes aufstocken. Zum Abschluss der UN-Klima­gespräche in Bonn verwiesen Bundes­ent­wick­lungs­mi­nister Gerd Müller und Bundes­umwelt­ministerin Barbara Hendricks auf die aktuellen Haus­halts­planungen für 2014, die zusätzlich 50 Millionen Euro für den in­ter­na­ti­o­nalen Klima­schutz vorsehen. Deutsch­land sei damit bestens vor­bereitet, einen heraus­ragen­den Beitrag zur Aus­stattung des Green Climate Fund zu leisten, betonten beide Minister.

Bundes­ent­wick­lungs­mi­nister Müller: "Mit den aktuellen Haus­halts­planungen stellt sich Deutsch­land den globalen Klima­heraus­for­derungen. Jeder Cent, den wir weltweit in Klima­schutz investieren, ist bestens angelegtes Geld. Ohne Schutz des tro­pischen Regen­waldes, ohne erneuer­bare Energien, ohne ressourcen­schonende Mobilität ist unser aller Klima in Gefahr. Wir werden deshalb verstärkt in­ter­natio­nale Klima­partner­schaften eingehen. Deutsch­land hat auf diesen Feldern jede Menge technisches Know-how und Wissen in Umwelt- und Energie­technik zu bieten."

Die Bun­des­re­gie­rung hatte für 2013 eine weitere Stei­gerung der öffent­lichen Mittel für in­ter­natio­nale Klima­finan­zierung auf 1,8 Milliarden Euro ange­kündigt – und diese Zusage auch einge­halten. Davon setzt das BMZ 90 Prozent der Mittel welt­weit in Projekten um – die Hilfe reicht von der För­derung erneuer­barer Energien bis hin zum Wald­brand­schutz.

Bundes­umwelt­ministerin Hendricks: "Häufig haben die am stärksten vom Klima­wandel betroffenen Länder die geringsten Möglich­keiten, sich zu schützen und ihre eigene Ent­wick­lung klima­verträglich voran­zutreiben. Dafür braucht es erheb­liche in­ter­natio­nale Finanz­mittel. Deshalb freue ich mich, dass Deutsch­land jetzt eine zusätzliche Klima­finan­zierung sicher­stellen wird. Der Kampf gegen den Klima­wandel duldet keinen Auf­schub. Wir brauchen mehr Ehr­geiz, in allen Ländern. Nur mit wirk­samen Maß­nah­men haben wir die Chance, das Zwei-Grad-Ziel zur Redu­zierung der Erd­erwär­mung einzu­halten. Die Kosten des Nicht­handelns fallen deut­lich höher aus als recht­zeitiges, ent­schiedenes Handeln. Diese Er­kenntnis hat der Welt­klimarat (IPCC) erst kürzlich in seinem 5. Sach­stands­bericht wieder unter­mauert."

Die Industrie­länder hatten 2010 beim Klima­gipfel in Kopen­hagen zu­gesagt, bis 2020 ihr En­gage­ment bei der in­ter­na­ti­o­nalen Klima­finan­zierung deut­lich zu erhöhen. Gemein­sam wollen die Industrie­länder dann jährlich 100 Milliarden US-Dollar für Klima­schutz­maßnahmen aus öffent­lichen und privaten Mitteln mobi­lisieren. Dafür ist es auch erfor­derlich, einen konti­nuierlichen Auf­wuchs zu diesem Ziel bis 2020 dar­zu­stellen.

Ein zen­trales Element der künf­tigen Klima­archi­tektur steht seit Mai bereit, seine Arbeit auf­zu­nehmen: Der Grüne Klima­fonds (GKF) för­dert als mult­ilaterales Finan­zierungs­instru­ment den Über­gang zu einer kohlen­stoffarmen, klima­ange­passten Ent­wick­lung in den Empfänger­ländern. Jetzt kommt es darauf an, den Fonds mit Förder­mitteln aus­zustatten. Deutsch­land hat im Haus­halt des BMZ einen Zusage­rahmen ge­schaffen, um einen ange­messenen Anteil zur finan­ziellen Erst­aus­stattung des GKF beizu­tragen. Erste Zusagen sollten bis zur dies­jährigen UN-Klima­konferenz in Lima gemacht werden.

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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