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Globale Nach­haltig­keits­ziele

Nachhaltige Ent­wick­lung braucht ökolo­gische Leit­planken: Politik­papier des WBGU zu den glo­balen Zielen für nach­hal­tige Ent­wick­lung

Gemeinsame Pressemitteilung des BMZ mit dem Bun­des­mi­nis­te­rium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und mit dem Bun­des­mi­nis­te­rium für Bildung und Forschung

Übergabe eines Politikpapiers des Wissenschaftlichen Beirats für Globale Umweltveränderungen (WBGU) zu den globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung

04.06.2014 |

Die Bun­des­re­gie­rung dringt auf eine stärkere Berück­sich­ti­gung öko­lo­gi­scher Leit­plan­ken in den der­zeiti­gen UN-Ver­hand­lungen über globale Nach­haltigkeits­ziele. Sie sieht sich in dieser Forderung durch ein neues Politik­papier ihres Wissen­schaft­lichen Bei­rats für Glo­bale Umwelt­verän­derun­gen (WBGU) unter­stützt, das Bundes­umwelt­ministerin Barbara Hendricks und Bundes­ent­wick­lungs­mi­nister Gerd Müller heute ent­gegen­nahmen. Der WBGU empfiehlt, die Nach­haltig­keits­ziele an der zen­tralen Bot­schaft des Erd­gipfels von 1992 aus­zurichten, wonach wirt­schaft­liche Ent­wick­lung und Um­welt­schutz gemein­sam betrachtet werden müssen und keinen Wider­spruch zu­einan­der dar­stellen.

Hendricks und Müller begrüßten das Politik­papier des Beirats als wichtigen Bei­trag zur natio­nalen und in­ter­na­ti­o­nalen Debatte über nach­hal­tige Ent­wick­lung. "Globale Nach­haltig­keits­ziele müssen die ökolo­gischen Belastungs­grenzen der Erde respek­tieren. Die Miss­achtung der Belastungs­grenzen würde die Ent­wicklungs­möglich­keiten künftiger Gene­rationen zunichte­machen. Wir müssen die Chance nutzen, Armuts­bekämpfung und eine ökolo­gisch verträg­liche Wirtschafts­weise welt­weit mit­einander zu ver­knüpfen", sagte Bundes­umwelt­ministerin Barbara Hendricks.

Bundes­ent­wick­lungs­mi­nister Dr. Gerd Müller wies auf die globale Ver­ant­wor­tung in Klima­fragen hin: "Es ist eine Welt, für die wir unsere Ver­ant­wor­tung tragen. Wie wir mit unserem Klima und unserer Umwelt um­gehen, ist für jeden Erd­bewohner einer zen­trale Über­lebens­frage des 21. Jahr­hunderts. Deshalb muss die Welt­gemein­schaft auf diese zentralen Fragen gemein­same Antworten finden. Von Energie­partner­schaften über Wissens­transfer in Umwelt­technik bis hin zu ressourcen­schonen­den An­bau­methoden – es gibt noch un­zählige Ver­netzungs­chancen, die wir nutzen müssen."

Im September 2015 soll bei einem Gipfel der Verein­ten Nationen (UN) die so­genannte "Post-2015-Agen­da für nach­hal­tige Ent­wick­lung" verab­schiedet werden. Sie soll sich an alle Staaten richten, also für Schwellen-, Ent­wick­lungs- und Industrie­länder gleicher­maßen gelten.

Auf Basis der Mil­len­ni­ums­ent­wick­lungs­ziele (MDGs) und der Ergeb­nisse der UN-Kon­ferenz für nach­hal­tige Ent­wick­lung (Rio+20) erar­beitet eine in­ter­natio­nale Arbeitsgruppe bei den Vereinten Nationen in New York derzeit unter aktiver Betei­ligung Deutsch­lands Ziele für nach­hal­tige Ent­wick­lung (Sustainable De­vel­op­ment Goals, SDGs).

Der WBGU empfiehlt, die SDGs sollten alle Dimen­sionen nach­halti­ger Ent­wick­lung erfassen und die ökolo­gischen Belastungs­grenzen der Erde respek­tieren – denn andern­falls werde auch Armuts­bekämpfung un­möglich. Der WBGU legt Empfeh­lungen vor, wie Leit­planken gegen globale Umwelt­verände­rungen im SDG-Katalog veran­kert und durch ent­sprechen­de Handlungs­ziele operatio­nalisiert werden sollten.

Der Wissen­schaft­liche Beirat der Bun­des­re­gie­rung Globale Umwelt­verände­rungen (WBGU) wurde 1992 im Vor­feld der Kon­ferenz der Verein­ten Nationen über Um­welt und Ent­wick­lung ("Erd­gipfel von Rio") von der Bun­des­re­gie­rung als unab­hängi­ges wissen­schaft­liches Berater­gremium ein­gerichtet. Der WBGU wird gemein­sam vom BMBF und BMUB betreut und finan­ziert.

Das Politikpapier WBGU trägt den Titel "Zivilisatorischer Fortschritt innerhalb planetarischer Leitplanken – Ein Beitrag zur SDG-Debatte" und ist im Internet abrufbar unter www.wbgu.de

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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