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Erinnerungskultur

Par­la­men­ta­rischer Staats­sekre­tär Silber­horn zu "Mandela Dialogues": Er­in­ne­run­gen tei­len, um für die Zu­kunft zu lernen

Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn im Gespräch bei den "Mandela Dialogues" am 31. Juli 2014 in Berlin

31.07.2014 |

Wie können Opfer von Unter­drückung an der Auf­ar­bei­tung der Ge­schich­te be­tei­ligt wer­den? Was kann Er­in­ne­rungs­kultur leisten beim Auf­bau eines zu­kunfts­fä­hi­gen Staaten­gebildes?

Darum ging es heute bei den "Mandela Dialogues", an denen Thomas Silberhorn, Par­la­men­ta­rischer Staats­sekre­tär des BMZ, ge­mein­sam mit Ver­tre­tern aus Ent­wick­lungs­ländern und von deut­schen Stif­tun­gen im Jü­di­schen Mu­seum Berlin teil­ge­nom­men hat.

Thomas Silberhorn: "Erinnerungs­kultur ist wichtig für uns alle. Denn sie hilft, das Er­leb­te zu ver­ar­bei­ten, Er­in­ne­run­gen aus­zu­tau­schen und für die Zu­kunft zu lernen. Das macht es uns mög­lich, ge­sell­schaft­liche Fehl­ent­wick­lun­gen, die an einem Ort der Welt statt­ge­fun­den haben, zu­künf­tig zu vermeiden."

26 Vertreter aus zehn Ländern haben an der Ver­an­stal­tung teil­ge­nom­men; da­run­ter ein kam­bod­scha­ni­scher Vertreter des Rote-Khmer-Tribunals, ein Bundes­richter aus Ar­gen­ti­nien sowie die Leiterin eines Men­schen­rechts­zentrums in Süd­afrika. In den ver­gan­ge­nen neun Monaten hat ein in­ten­si­ver Er­fah­rungs­aus­tausch statt­ge­fun­den, bei dem es darum ging, De­bat­ten über Er­in­ne­rungs­arbeit neu zu be­le­ben und so den Auf­bau demo­kra­ti­scher Systeme zu fördern. Berlin bildet den Ab­schluss der Kon­fe­renz­reihe, die zuvor Sta­tion in Süd­afrika und Kam­bod­scha ge­macht hat. Konkrete Pro­jekte, die aus den "Mandela Dialogues" entstanden sind, gibt es in Kambodscha, wo Täter in die Ver­gan­gen­heits­be­wäl­ti­gung mit­ein­be­zo­gen werden, in Latein­amerika mit re­gio­na­len Dia­lo­gen zur Er­in­ne­rungs­arbeit oder auch in Bosnien, wo sich vor allem junge Menschen bei der Auf­ar­bei­tung der Geschichte engagieren.

Das BMZ finanziert die "Mandela Dialogues" über das Pro­gramm "Global Leadership Academy", das von der Ge­sell­schaft für In­ter­natio­nale Zu­sam­men­ar­beit (GIZ) durch­ge­führt wird. Ko­ope­ra­tions­partner ist die Nelson Mandela Stif­tung, Südafrika. Das Jü­di­sche Museum Berlin unter­stützt diese Ko­ope­ra­tion durch die groß­zü­gi­ge Be­reit­stel­lung seiner Räum­lich­keiten.

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