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11. Juli

Welt­be­völ­ke­rungs­tag – Eine Moment­aufnahme aus ent­wick­lungs­poli­tischer Sicht


Schüler einer Schule in Bangui in der Zentralafrikanischen Republik

11.07.2014 |

Mehr als sieben Mil­liar­den Men­schen leben der­zeit auf der Erde. Bis zum Jahr 2050 wird die Welt­be­völ­ke­rung voraus­sicht­lich auf 9,6 Mil­liar­den Men­schen an­wachsen. Die Länder mit dem stärk­sten Be­völ­ke­rungs­zu­wachs befinden sich mehr­heit­lich in Afrika – Tag für Tag wächst die Be­völ­ke­rung dort um 75.000 Menschen.

Spitzen­reiter unter den afrika­nischen Staaten ist Nigeria – dort wird die Be­völ­ke­rung bis zum Jahr 2100 auf rund eine Milliarde Menschen wachsen, schätzen die Vereinten Nationen. Anders gesagt: Von den dann vier Milliarden Einwohnern auf diesem Konti­nent wird jeder Vierte in Nigeria leben. Schon heute ist das nige­ria­nische Lagos mit mehr als 10 Millionen Ein­wohnern eine der ersten Mega­städte in Subsahara-Afrika.

Zugleich ist Afrika der jüngste Kon­ti­nent der Welt. Das Durch­schnitts­alter liegt bei 19 Jahren. Eine der größten Zukunfts­aufgaben Afrikas ist es, dieser jungen Gene­ra­tion Lohn und Brot zu geben.

Gemeinsam mit den Be­völ­ke­rungs­zahlen wachsen die He­raus­for­de­run­gen – zentrale Fragen sind hierbei: Wie können wir die Welt von morgen ernähren? Wie kann die Infra­struk­tur Schritt halten – damit genügend Schulen oder Kranken­häuser zur Verfügung stehen? Wie entstehen Arbeits­plätze – und damit Perspek­tiven für die vielen jungen Menschen?

In all diesen Fragen unter­stützt die deutsche Ent­wick­lungs­po­li­tik ihre Partner­länder aktiv bei der Bewälti­gung der demo­gra­fischen He­raus­for­de­run­gen.

Besonders wichtig sind in diesem Zusammen­hang: In­ves­ti­tio­nen in Gesund­heit und Familien­planung, Bildung und Aus­bildung sowie die Stärkung der Rechte von Mädchen und Frauen. All diese Maß­nahmen tragen dazu bei, das Be­völ­ke­rungs­wachs­tum zu stabi­li­sie­ren.

Allein im Bereich Ver­bes­se­rung von Mütter-und Kinder­gesundheit und Familien­planung investiert die deutsche Ent­wick­lungs­zusam­men­arbeit rund 350 Mil­lio­nen Euro jährlich. So hat Deutsch­land beispiels­weise im länd­lichen Norden Kameruns die Gründung und den Betrieb einer Hebammen­schule unter­stützt. 50 Studentinnen und Studenten sind derzeit imma­tri­ku­liert. 2015 wird der erste Jahr­gang seine Abschluss­prüfungen ablegen.

Das BMZ wird zudem im nächsten Jahr die Wieder­auffüllungs­konferenz der GAVI Impf­allianz ausrichten. Dabei geht es um die Mobi­li­sie­rung von zusätz­lichen Mitteln, um die Impfung von 300 Millionen Kindern sicher­zu­stellen.

Weiter gilt: Je länger Mädchen eine Schule besuchen, desto später bekommen sie selbst eines Tages Kinder – und desto weniger Kinder mit insgesamt besseren Über­lebens­chancen und Zukunfts­perspek­tiven bringen sie insgesamt zur Welt. Deswegen sind gerade auch die Förderung und Ver­bes­se­rung der Bildung besonders für junge Frauen und Mädchen und der Schutz von Frauen-, Mädchen- und Jugend­rechten wirksame und zentrale Ansätze, um in Ländern mit hohem Bevölkerungs­wachstum gegen­zusteuern.

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