Hauptinhalt

Enge Zusammenarbeit

Deutsch­land und Nieder­lande:
Ent­wick­lungs­po­li­tik ist Friedens­politik

Bun­des­mi­nis­ter Dr. Gerd Müller empfing heute seine niederländische Amtskollegin, Lilianne Ploumen


Bundesminister Dr. Gerd Müller und seine niederländische Amtskollegin, Lilianne Ploumen

29.01.2014 |

Berlin – Die Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit in Afghanistan, Arbeits­be­dingungen in der Textilbranche und andere bilaterale Themen waren heute Themen eines Gesprächs mit der Ministerin für Außenhandel und Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit der Niederlande.

Bun­des­mi­nis­ter Dr. Müller hob vor allem die gute Zu­sam­men­ar­beit Deutsch­lands und der Niederlande bei der herausfordernden Entwicklungsarbeit in Afghanistan hervor: "Für Deutsch­land und die Niederlande ist Ent­wick­lungs­politik in­ter­natio­nale Friedenspolitik. In Afghanistan kooperieren wir sehr eng in diesem Bereich. Der zivile Wiederaufbau des Landes ist uns wichtig, gerade auch nach Abzug aller Truppen."

Seit 2011 berät ein niederländisch-deutsches Ge­mein­schafts­projekt die afghanische Regierung bei der Reform des Justizsektors. Beide Länder en­ga­gieren sich zudem für menschen­würdige Arbeits­be­dingungen in in­ter­na­ti­o­nalen Liefer­ketten. Dabei liegt der Fokus auf der Textilindustrie in Asien, wo viele Unter­nehmen durch immer wieder­kehrende Unfälle in Textil­fabriken für das Thema besonders sensibilisiert sind.

Bun­des­mi­nis­ter Dr. Müller: "Wir brauchen ökologische und soziale Standards in den Produktionsländern. Unsere Aufgabe ist es, unser Konsumverhalten zu ändern in Richtung einer ökologisch-sozialen Markt­wirt­schaft."

Deutsch­land und die Niederlande hatten im ver­gange­nen November in Berlin eine europäische Konferenz zu existenzsichernden Löhnen in in­ter­na­ti­o­nalen Lieferketten durchgeführt.

Lilianne Ploumen ist seit 2012 in der niederländischen Regierung Ministerin für Außenhandel und Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit. Schwerpunkte der nieder­ländischen Ent­wick­lungs­po­li­tik sind die Bereiche Sicherheit und Rechtsordnung, Wassermanagement, Ernährungssicherheit sowie Gesundheitsvorsorge. Ein Großteil der Vorhaben befindet sich im südlichen Afrika.

Kurzlink zu dieser Meldung

Lexikon der Entwicklungspolitik

Fenster schließen

 

Seite teilen