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Weltwirtschaftsforum

Bun­des­mi­nis­ter Müller in Davos: "Wir brauchen einen neuen Wachs­tums­begriff."


Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller (rechts) mit dem stellvertretenden Generalsekretär der Vereinten Nationen, Jan Eliasson

24.01.2014 |

Davos – Bundes­ent­wick­lungs­mi­nister Dr. Gerd Müller nimmt heute am Welt­wirtschafts­forum in Davos teil. In seinen Ge­sprächen und bei einem Em­pfang der Bill und Melinda Gates Stif­tung wirbt der Minister als Gast­redner für einen neuen Wachs­tums­begriff.

Dr. Gerd Müller: "Wir müssen die Globa­lisie­rung so gestalten, dass sie den Men­schen dient. Nicht der freie Markt ohne jede Kon­trolle ist unser Leit­bild, son­dern eine öko­logisch-so­ziale Markt­wirt­schaft. Im ökolo­gischen Sinne müssen wir unser Konsum­ver­halten ver­ändern, die Ressourcen­effizienz steigern und neue For­men der ver­stärkten Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit mit Schwellen­ländern und Ent­wicklungs­staaten auf den Weg bringen. Öko­lo­gische und soziale Stan­dards müssen Ein­gang finden in die Finanz- und Wirt­schafts­welt, in in­ter­natio­nale Handels­ab­kommen und globale Handels­ströme."

Der Minister führt in Davos eine Reihe von hoch­rangi­gen Gesprächen. Auf dem Pro­gramm stehen Treffen mit António Guterres, dem Hoch­kom­missar des Flücht­lings­hilfs­werks UNHCR, mit Jan Eliasson, dem stell­vertreten­den General­sekre­tär der Verein­ten Natio­nen, mit Helen Clark, Chefin des Ent­wicklungs­programms UNDP und mit Kanayo Nwanze, dem Präsi­denten des In­ter­na­ti­o­nalen Fonds für land­wirtschaft­liche Ent­wick­lung (IFAD) der Vereinten Nationen.

Gesprächs­themen sind unter anderem die neue Ent­wicklungs­agenda, die die Ent­wick­lungs- und Nach­haltigkeits­ziele ver­knüpft und die Mil­len­ni­ums­ent­wick­lungs­ziele 2015 ab­lösen soll.

Minister Müller: "Es ist wichtig, dass Deutsch­land seine Stim­me und seine Erfah­rung in die Arbeit der Verein­ten Nationen für die neue Ent­wicklungs­agenda ein­bringt. Wir sind uns alle einig, dass eine Politik des business as usual nicht aus­reicht, die gigan­tischen He­raus­for­de­run­gen des 21. Jahr­hunderts zu meistern. Die Post-2015-Agen­da muss eine uni­verselle sein und einen Paradigmen­wechsel natio­nal, euro­päisch und welt­weit einleiten. Niemand darf in der Welt zurüc­kgelassen werden. Ein Ende der Armut und des Hungers, von Krank­heit und Seuchen ist möglich. Nach­hal­tig­keit muss das Prinzip allen Tuns und aller Ent­wick­lung sein."

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