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Naher Osten

Minister Müller besucht Flücht­lings­lager in Jor­da­nien

"Destabilisierung der Region muss verhindert werden."


Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller mit dem Vorsitzenden des UN Secretary-Generals' Advisory Board on Water & Sanitation (UNSGAB), Prinz El Hassan bin Talal

16.02.2014 |

Berlin – Dr. Gerd Müller, Bun­des­mi­nis­ter für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­ar­beit und Ent­wick­lung, ist am Mittag nach Jorda­nien gereist. Im Mittel­punkt seines Besuchs bis Montag­abend steht die deutsche Unter­stützung bei der Bewäl­tigung der syri­schen Flücht­lings­krise.

Vor Ab­reise sagte Minister Müller: "Die Kämpfe in Syrien haben zu einer der größten Flücht­lings­krisen seit Jahr­zehn­ten ge­führt. Das Aus­maß der Be­lastung für die Auf­nahme­länder wie Jor­da­nien ist enorm. Jorda­nien kann wie die um­liegen­den Länder Liba­non, Irak und die Türkei die Flücht­lings­ströme nicht alleine be­wäl­tigen und braucht in­ter­natio­nale Unter­stüt­zung. Die De­stabi­li­sierung der Region muss ver­hindert werden. Deutsch­land ist für Jor­danien ein verläss­licher Part­ner. Wir werden das Land auch weiter­hin mit Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit, vor allem im Wasser­sek­tor und bei der Schul­bil­dung, unter­stützen."

Am Sonntag­abend wird Minister Müller mit Prinz Hassan, dem Vor­sitzen­den des UN Secretary-General's Advisory Board on Water & Sanitation (UNSGAB), zu­sam­men­treffen.

Am Mon­tag steht ein Ge­spräch mit dem jorda­ni­schen Minister für Pla­nung und in­ter­natio­nale Ko­operation, Ibrahim Saif, auf dem Pro­gramm sowie ein Be­such des UNICEF-Pro­jekts "No Lost Generation", das sich um Schul­unterricht für Flücht­lings­kinder kümmert. Außer­dem besucht der Minister das Flücht­lings­camp Za'atari und eine jorda­nische Ge­meinde, die Flücht­linge auf­ge­nom­men hat.

Die Syrien­krise ist eine der größten huma­nitären Kri­sen seit 20 Jahren. Die Kämpfe in Syrien haben mehr als 120.000 Opfer ge­fordert, Millionen Men­schen sind geflohen. Die Vereinten Natio­nen sprechen von 6,5 Millionen Binnen­flücht­lingen sowie 2,4 Millionen Flücht­lin­gen in den Nachbar­län­dern, darunter über eine Million Kinder. Betroffen von den Flücht­lings­strömen sind vor allem Jorda­nien mit 615.000 Flücht­lingen bei 6,5 Millio­nen Ein­wohnern und Li­ba­non mit rund 900.000 Flücht­lingen bei 4,3 Millionen Ein­wohnern. Das BMZ hat den Aufnahme­ländern von syrischen Flücht­lingen bislang fast 140 Millionen Euro zur Verfügung ge­stellt.

In akuten Krisen enga­giert sich das BMZ in Regionen und Nach­bar­staaten, die Flücht­linge auf­nehmen. Allein in den vergangenen fünf Jahren hat das Ministerium so Unter­stützung für Flüchtlinge, Binnen­vertrie­bene und Rück­kehrer in mindestens 27 Län­dern geleistet, schwer­punkt­mäßig in Afrika und im Nahen Osten. Dabei sollen Flücht­linge auch verstärkt in lokalen Gemein­den und Städte inte­griert und nicht in großen Camps unter­gebracht werden.

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