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Afrikanische Union

Bundes­ent­wick­lungs­mi­nister Gerd Müller in Äthiopien ein­ge­troffen


Bundesentwicklungsminister Gerd Müller informiert sich in Äthiopien über Berufsbildung.

07.02.2014 |

Der Bun­des­mi­nis­ter für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­ar­beit und Ent­wick­lung, Dr. Gerd Müller, trifft am Freitag­morgen aus Indien kom­mend in Äthiopien ein.

Müller sagte vorab: "Afrika ist bei allen He­raus­for­de­run­gen ein Kon­ti­nent der Chan­cen und ein Schwer­punkt meiner Agen­da. Des­halb ist mir die­ser frühe An­tritts­besuch bei der Afrika­ni­schen Union beson­ders wichtig. Äthio­pien ist nicht nur Sitz der Afrika­nischen Union, son­dern auch ein wich­tiger Part­ner Deutsch­lands. Wir feiern in diesem Jahr das 50-jäh­rige Be­stehen der deutsch-äthio­pi­schen Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit."

Minister Müller wird Ge­spräche mit der Afrika­ni­schen Union und der äthio­pi­schen Re­gierung füh­ren. Ge­sprächs­themen werden so­wohl die wich­tige Rolle der Afrika­ni­schen Union für die fried­liche Ent­wick­lung des Konti­nents als auch die Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit Deutsch­lands mit Äthio­pien sein. Außer­dem stehen Treffen mit deut­schen Ent­wick­lungs­ex­perten und Nicht­re­gierungs­or­ga­ni­sa­tio­nen auf dem Pro­gramm.

Zur Rolle der Afrika­nischen Union sagte Dr. Müller: "Die AU ist die trei­ben­de Kraft und die re­le­vante afri­ka­nische In­sti­tu­tion für die po­liti­sche und wirt­schaft­liche Inte­gra­tion in Afrika. Viele große He­raus­for­de­run­gen in Afrika lassen sich nur durch einen pan-afri­kani­schen oder regio­nalen Ansatz meistern, wie die Lö­sung gewalt­samer Kon­flikte oder die Stär­kung des Handels inner­halb Afri­kas. Des­halb arbeiten wir eng mit der AU zusam­men."

Mit einem AU-Gesamt­port­folio von der­zeit rund 190 Millio­nen Euro ist Deutsch­land nach der EU der größte euro­päische bi­late­rale Partner der Kom­mission der Afrika­ni­schen Union.

Äthio­pien unter­nimmt große An­strengun­gen, die Mil­len­ni­ums­ent­wick­lungs­ziele zu er­reichen und kann hierbei Erfolge vor­weisen. So ist etwa die Ein­schulungs­rate von nur 24 Prozent im Jahr 1990 auf 79 Pro­zent im Jahr 2008 gestiegen. Das Wirt­schafts­wachs­tum ist mit durch­schnitt­lich knapp sieben Prozent in den vergan­genen fünf Jahren über­durch­schnitt­lich hoch. Dennoch ist Äthio­pien eines der ärmsten Länder der Welt. "Schwer­punkt meiner Gespräche wird deshalb eine Unter­stützung Deutsch­lands bei der Ver­bes­se­rung der land­wirtschaft­lichen Pro­duk­tion sein", sagte Müller.

Deutsch­land und Äthiopien schauen auf eine lang­jährige und erfolg­reiche Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit zurück. Schwer­punkte sind der Schutz und die nach­hal­tige Nutzung natür­licher Ressourcen sowie die berufliche Bil­dung und Hoch­schul­bildung.

Bun­des­mi­nis­ter Müller befindet sich noch bis Samstag auf der ins­gesamt fünf­tägi­gen Reise nach Indien und Äthiopien.

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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