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Hilfe für Krisenregionen

Bun­des­mi­nis­ter Müller kündigt Sofort­maß­nahmen in Höhe von zu­sätz­lich 40 Millionen Euro für Flücht­linge im Nord­irak und Gaza an


Flüchtlingslager in Jordanien im Februar 2014

13.08.2014 |

Berlin – Für Sofort­maß­nahmen in den aktuellen Krisen­regionen im Irak und in Gaza hat Bun­des­mi­nis­ter Gerd Müller heute zu­sätzlich jeweils 20 Millionen Euro be­reit­ge­stellt.

Die Mittel werden Hilfs­orga­ni­sa­tionen zur Ver­fü­gung ge­stellt, die be­reits vor Ort tätig sind. Bun­des­mi­nis­ter Müller hat zu­dem die Eu­ro­pä­ische Union er­neut auf­ge­fordert, bei der Be­wäl­ti­gung der Flücht­lings­krisen in beiden Ländern und anderen Regionen der Welt stärker Flagge zu zeigen und über eine EU-Sonder­milliarde für Flücht­lings­hilfe aus der Um­schichtung be­stehender Fördertöpfe koordiniert zu helfen.

Minister Müller: "In beiden Krisen­re­gionen geht es jetzt darum, den Menschen sehr schnell, ohne Um­wege und un­büro­kratisch zu helfen. Die Menschen be­nötigen dringend unsere Un­ter­stüt­zung! Darüber hinaus rufe ich auch die Menschen in Deutsch­land auf, mit privaten Spenden die Arbeit der Hilfs­orga­ni­sa­tionen für die Menschen im Nordirak und in Gaza zu unter­stützen!"

Im Irak befinden sich durch den Vor­stoß der islamistischen Truppen rund 1,2 Millionen irakische Flücht­linge im eigenen Land auf der Flucht, die meisten von ihnen im Nordirak. Mit den zu­sätzlichen Mitteln, die das Bundes­ent­wick­lungs­mi­nis­te­rium dem UN-Kinderhilfswerk (UNICEF), dem Welt­ernährungs­pro­gramm (WEP) sowie vor Ort tätigen Nicht­re­gierungs­or­ga­ni­sa­tio­nen zur Ver­fügung stellt, soll die überlastete Infra­struk­tur in den Gemeinden und Flücht­lings­lagern verbessert werden. Insbesondere geht es um die Ver­sorgung mit Trink­wasser und um den Schutz von Kindern und Jugendlichen.

Im Gazastreifen soll mit den zu­sätz­lichen Ent­wick­lungs­geldern ein rascher Neu­an­fang unter­stützt werden.

Minister Müller: "Die militärische Aus­ein­an­der­set­zung hat zu großen Schäden geführt, ein Groß­teil der Infra­­struk­tur ist zer­stört oder be­schädigt und viele Menschen haben ihre Existenz­grund­lage ver­loren. Der Wieder­auf­bau der Region ist dringend er­forder­lich, jedoch brauchen wir dafür einen dauer­haften Waffen­still­stand und eine lang­fristig ge­sicherte wirt­schaft­liche und soziale Ent­wick­lung in Gaza. Die Hälfte der hier lebenden Menschen sind Kinder und Jugendliche. Gerade ihnen fehlt es an Perspektiven. Sie haben kaum Arbeits­mög­lich­keiten und Chancen, sich in wirt­schaft­licher, sozialer und politischer Frei­heit ein Leben auf­zu­bauen. Ihnen gebührt unsere be­sondere Auf­merk­sam­keit, um einer weiteren Ra­di­ka­li­sierung in Gaza vor­zu­beugen!"

Deutsch­land wird sich im Kreis der in­ter­na­ti­o­nalen Geber­ge­mein­schaft beim Wieder­auf­bau im Gaza­streifen be­teiligen. Mit den jetzt zu­ge­sagten Mitteln für So­fort­maß­nahmen soll das zer­störte Wasser- und Ab­wasser­netz in Gaza wieder auf­ge­baut werden. Zu­dem unter­stützen wir ein Be­schäf­ti­gungs­pro­gramm, von dem vor allem auch Jugend­liche profitieren sollen. Die Menschen sollen zu­dem Mög­lich­keiten für psycho­soziale Hilfe er­halten.

Die Palästinensischen Gebiete zählen zu einem Schwerpunktgebiet deutscher Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit. Seit Anfang der 80er Jahre wurde die Region mit mehr als 1 Milliarde Euro unterstützt. Im Vordergrund stehen der Wassersektor und die Förderung der Wirtschaft im Rahmen von Be­schäftigungs­pro­grammen und Berufs­bildung. Unterstützt werden zudem der Auf­bau staatlicher Strukturen und die Stärkung der Zivil­ge­sell­schaft.

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