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Epidemie in Westafrika

Bun­des­mi­nis­ter Müller: Deutsch­land un­ter­stützt die WHO zu­sätzlich mit einer Million Euro im Kampf gegen das Ebola-Virus


05.08.2014 |

Angesicht des Ausmaßes der Ebola-Krise in West­afrika hat Bun­des­mi­nis­ter Müller heute weitere Hilfs­maß­nahmen der Bun­des­re­gie­rung zur Be­kämpfung der Krankheit angekündigt.

Gerd Müller: "Es kommt jetzt auf schnelles Handeln an. Die Welt­gesundheits­organisation und Nicht­re­gierungs­or­ga­ni­sa­tio­nen, wie Ärzte ohne Grenzen, leisten mit ihren Mit­arbeiterinnen und Mit­arbeitern und den vielen Helfern vor Ort in den be­troffenen Regionen nahezu Über­menschliches. Sie sichern die medizinische Ver­sorgung in einem sehr komplizierten Umfeld und helfen den betroffenen Menschen. Sie klären über die Krankheit auf und sorgen so dafür, dass sich die Epidemie nicht noch weiter aus­breitet. Wir werden diese wichtige Arbeit der WHO mit einer weiteren Million Euro unterstützen, die wir aus Mitteln des Bundes­ent­wick­lungs­ministeriums kurz­fristig zur Ver­fügung stellen."

Die zusätzlichen Gelder sollen dabei vor allem in die Stärkung von Logistik­kapazitäten sowie in die Ver­bes­se­rung von Koordination und Kontrolle der Hilfs­ak­ti­vi­täten in den von der Seuche besonders be­troffenen Gebieten gehen.

Das BMZ hat in den vergangenen Jahren die Arbeit der WHO zur Pan­demie­bekämpfung in unseren Partner­ländern mit knapp 30 Millionen Euro mit dem Ziel einer lang­fristigen und nach­haltigen Stärkung der nationalen Ge­sund­heits­systeme unterstützt.

Im März 2014 trat im Grenzgebiet Guineas zu Sierra Leone und Liberia die hoch ansteckende, lebens­ge­fährliche Infektions­krankheit Ebola erst­mals in West­afrika auf. Sie griff in der Folge auf andere Regionen und die Haupt­städte der drei Länder über, was das Risiko einer Aus­breitung auf bisher nicht be­troffene Länder und Regionen deutlich erhöht. Nach letzten Angaben der WHO sind mehr als 1.600 Krankheitsfälle bestätigt und über 880 Todesopfer zu beklagen. Damit handelt es sich um den größten Ausbruch seit Entdeckung dieses Krank­heits­erregers im Jahr 1976.

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