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Minister Dirk Niebel spricht mit Menschen. Urheberrecht: Photothek.net

31.03.2011
Bundes­ent­wick­lungs­minister Dirk Niebel führt ent­wick­lungs­po­li­tische Gespräche in Kabul

Der Bundes­minister für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­ar­beit und Ent­wick­lung, Dirk Niebel, ist heute im Rahmen seiner Afgha­nistan-Reise in Kabul eingetroffen. Im Zentrum seines Auf­ent­halts standen hoch­rangige Gespräche mit Prä­si­dent Karzai und Fi­nanz­minister Dr. Zakhilwal sowie ein Ge­danken­aus­tausch mit dem Kom­man­deur der ISAF, General David Petraeus.

Dirk Niebel: "Ich bin nach Kabul gereist, um unseren Erwar­tungen an Refor­men und eine bessere Re­gierungs­führung gegenüber der afgha­nischen Regierung Nachdruck zu verleihen. Denn der Erfolg der Stabi­lisierungs- und Entwicklungs­bemühungen in Afghanistan hängt entscheidend von einer besseren Regierungs­führung und insbesondere von einer konsequenten Korruptions­bekämpfung ab."

Minister Dirk Niebel in Afghanistan. Urheberrecht: Phtotohek.netDabei unterstrich er die bisherigen Erfolge der deutsch-afgha­nischen Zu­sam­men­arbeit und die Be­reit­schaft der Bun­des­regierung, die afghanische Regierung bei ihren Reform­anstren­gungen noch stärker zu unter­stützen. Nach ihrem Gespräch unter­zeich­neten Bundes­entwick­lungs­minister Dirk Niebel und der afgha­nische Finanz­minister Dr. Zakhilwal das Protokoll der deutsch-afgha­nischen Regierungs­verhandlungen zur Ent­wicklungs­zusammenarbeit, in denen das BMZ Ende Februar eine erste Unterstützungs­tranche für 2011 in Höhe von 133 Millionen Euro zugesagt hatte. Dabei wies Niebel darauf hin, dass der Mittel­zuwachs für den zivilen Wieder­aufbau und die Zusage einer zweiten Tranche daran gebunden seien, dass die afgha­nische Regierung ihre Zusagen von Kabul und London, energische und konsequente Schritte zur Verbesserung der Re­gierungs­führung zu ergreifen, jetzt umsetze. Von besonderer Bedeutung, so der Minister, seien dabei Schritte zur Ein­dämmung der Korruption, zur Stärkung der lokalen Ver­waltungs­strukturen, zum Schutz der Menschen- und Frauen­rechte sowie für ein sicheres Umfeld für die Ent­wicklungs­experten.

Im Laufe des Tages wird Minister Niebel mit General Petraeus zusammentreffen. Dazu machte Niebel deutlich, wie wichtig ein stabiles Sicherheits­umfeld auch im Norden für erfolgreiche Ent­wicklungs­bemühungen ist: "Sicherheit und Entwicklung sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Deshalb folgt die Bundes­regierung dem Ansatz der vernetzten Sicherheit, in dem sich zivile und militärische Unter­stützungs­maß­nahmen eng verzahnen und ergänzen. Dennoch geben die jüngsten Rückschläge in der Provinz Kunduz Anlass zur Sorge."

Der Minister will sich im Anschluss im Stadtgebiet Kabul von den weit fort­geschritte­nen Arbeiten an der Trink­wasser­ver­sor­gung überzeugen und bei dem Besuch einer Berufs­schule die Bedeutung der Berufs­bildung unterstreichen: "Grund­bildung, aber vor allem auch Berufs­bildung sind die wichtigsten Beiträge, um den vielen jungen Menschen in Afghanistan eine dauerhafte Perspektive für ein besseres und eigenständiges Leben zu geben", so der Minister.

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