Hauptinhalt

Meldungen

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel trifft den Gouverneur der afghanischen Provinz Balkh, Mohammed Atta in Masar-e-Scharif. Urheberrecht: Photothek.net

29.03.2011
Dirk Nie­bel zu Be­such in Af­gha­nis­tan ein­ge­troffen

Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammen­arbeit und Entwicklung, Dirk Niebel, ist heute zu einem viertägigen Besuch in Afghanistan eingetroffen. Er sagte beim Eintreffen in Masar-e-Scharif: "Die zentrale Botschaft meiner Reise lautet: Fördern und Fordern gehören zusammen. Wir haben uns im Rahmen unserer Entwicklungsoffensive Nordafghanistan per­sonell und finanziell deutlich verstärkt. Deutschland stellt jährlich bis zu 430 Millionen Euro für zivilen Wie­der­aufbau zur Verfügung. Das zeigt spürbar Wir­kung. Die Auf­bau­be­mühungen kommen voran und schaffen Perspektiven für die afghanische Bevölkerung. Allerdings ist unsere Unterstützung an Bedingungen geknüpft: Wir er­war­ten konkrete Reformen und eine Verbesserung der afghanischen Regierungsführung. Der Erfolg der Stabilisierungs- und Ent­wick­lungs­be­mühungen in Afghanistan hängt entscheidend davon ab."

Der Schwerpunkt der Reise von Bundes­ent­wick­lungs­minister Dirk Niebel liegt auf dem Norden Afgha­nis­tans, wo sich ziviles und auch militärisches Engage­ment Deutschlands konzentrieren. Dirk Niebel: "Das zivile Engagement arbeitet mit einem deutlich län­geren Zeithorizont als das militärische. Ent­wick­lungs­poli­tisches Handeln bedeutet auch in Afghanistan immer langfristig und nachhaltig angelegtes Handeln."

Dirk Niebel wird während seiner Reise zahlreiche Projekte der deutschen Entwicklungspolitik besuchen und hochrangige poli­tische Gespräche mit afgha­nischen Vertretern führen: "Wir haben allein 2009 und 2010 durch unsere Entwicklungsoffensive erhebliche Erfolge erzielen können. So bekamen knapp 85.000 afghanische Haushalte einen verbesserten Trink­wasser­zu­gang, mehr als 42.000 Menschen haben von Mikrokrediten profitiert und konnten sich durch wirt­schaft­liche Eigen­initiative selbst eine Ein­kom­mens­quelle schaffen. Rund 1000 Bedienstete des Justiz­sektors wurden fortgebildet, 117 Kilometer Straßen und neun Klein­wasser­kraft­werke wurden gebaut oder rehabilitiert."

Die Bundesregierung hatte 2010 bekanntgegeben, dass sie ihre zivile Unterstützung für Afghanistan signifikant auf jährlich bis zu 430 Millionen Euro erhöht, davon stammen bis zu 250 Millionen Euro aus dem Haushalt des BMZ. Die Arbeit konzentriert sich auf die Bereiche Wirtschaftsförderung, Infrastrukturauf- und -ausbau, Bildung, ländliche Entwicklung sowie auf Programme zur Stärkung rechtsstaatlicher Strukturen, transparenten Verwaltungshandelns und zum Schutz der Frauenrechte.

Service-Links & Inhaltsverzeichnis

Lexikon der Entwicklungspolitik
Fenster schließen