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Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel trifft den jemenitischen Staatspräsidenten Ali Abdullah Saleh. Urheberrecht: Photothek.net

08.01.2011
Bundes­ent­wicklungs­minister Dirk Niebel bricht zu Reise nach Jemen und Äthiopien auf

Der Bundesminister für wirtschaftliche Zu­sammen­arbeit und Ent­wicklung, Dirk Niebel, wird am heutigen Samstag zu einer einwöchigen Reise aufbrechen, die ihn zu­nächst nach Jemen und an­schließend nach Äthiopien führt. Begleitet wird Minister Niebel von einer Delegation aus Ab­ge­ordneten des Bundes­tags, Wirt­schafts­ver­tretern sowie Ver­tretern der Zivil­gesellschaft.

Vor seiner Abreise nach Jemen kündigte Niebel an, insbesondere den aktuellen Stand der Re­form­be­mühungen im Partner­land ansprechen zu wollen. Wichtig sei ihm die Erörterung, wie die Grund­rechte im Partner­land gesichert und wie das Re­gierungs­handeln der jemenitischen Regierung noch ent­wicklungs­orientierter ausgerichtet werden kann. Der Bundes­entwicklungs­minister verwies darauf, dass Deutsch­land zu den wichtigsten Geber­ländern zähle und Jemen auch künftig unterstützen wolle. Er erwarte aber von der jemenitischen Regierung eine entschlossene Fortsetzung der eingeleiteten Reformen, die Einhaltung der Menschenrechte und eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die privatwirtschaftliche Entfaltung. Eine deutliche Verbesserung der Lebens­be­dingungen der jemenitischen Bevölkerung sei die beste Voraussetzung islamistischen Terroristen den Nähr­boden zu entziehen, fügte Niebel hinzu.

Das übergreifende Ziel der langjährigen jemenitisch-deutschen Ent­wicklungs­zu­sammen­arbeit ist die Be­kämpfung der Armut, Schwerpunkte sind dabei die Trinkwasserver- und Ab­wasser­ent­sorgung sowie Grund­bildung. Hinzu kommen Aktivitäten in den Bereichen nachhaltige Wirtschafts­entwicklung, Gesundheit, Bekämpfung von Korruption und Reform des öffentlichen Dienstes.

Während seines Besuchs wird Bundesminister Niebel unter anderem mit Premierminister Mujawar, Vize-Premierminister Al-Arhabi und Außenminister Al-Qirbi zu Gesprächen zu­sammen­treffen. Auf dem Programm steht auch ein Treffen mit Menschenrechts­vertretern. Zudem wird Minister Niebel in Aden eine Kläranlage übergeben, der eine überregionale Bedeutung für den Gewässer­schutz im Golf von Aden zukommt.

Am Dienstag wird Niebel in Äthiopien eintreffen. Es ist sein erster Besuch in dem ostafrikanischen Land, das auch Sitz der Afrikanischen Union (AU) ist.

Zum Auftakt wird der Entwicklungsminister mit dem Vorsitzenden der AU-Kommission, Jean Ping, zusammentreffen. Weitere Gespräche wird Niebel unter anderem mit Premierminister Meles Zenawi und Finanzminister Sufian Ahmed führen.

Auf dem Programm stehen der Besuch eines ländlichen Ent­wicklungs­projekts der Stiftung Menschen für Menschen (Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe), eines äthiopisch-israelisch-deutschen Be­wässerungs­projekts und eines land­wirtschaftlichen Beratungs­zentrums sowie Gespräche mit politischen Stiftungen, Vertretern von Nicht­regierungs­organisationen, Parlamentariern und der politischen Opposition.

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