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14.08.2011
Dirk Niebel bereist Dürregebiete Kenias
Heute hat der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel, Dürregebiete in Kenia bereist. Gemeinsam mit der Präsidentin der Deutschen Welthungerhilfe, Bärbel Diekmann, besichtigte er mit BMZ-Geldern geförderte Wasserprojekte in Ukambali. In sogenannten Dach- und Felswasserfängen kann die Bevölkerung dabei das Wasser bei den periodisch eintretenden Regenfällen sammeln und hat dadurch vorgesorgt, wenn der Regen ausbleibt.
Dirk Niebel: "Ich bin beeindruckt, wie es hier mit einfachen und den natürlichen Gegebenheiten angepassten Mitteln gelingt, für Dürrezeiten vorzusorgen. Die Menschen hier sind auf Regenfälle angewiesen, als Trinkwasser für sich und ihre Tiere, aber auch um Landwirtschaft zu betreiben. Dies zeigt mir einmal mehr, wie wichtig es ist, in unserer Entwicklungszusammenarbeit verstärkt in den ländlichen Räumen zu investieren, und nicht nur auf die Bedürfnisse der Hauptstädte zu schauen."
Von den Folgen der Dürrekatastrophe am Horn von Afrika ist Kenia stark betroffen. Mehr als 4 Millionen Menschen leiden unter Wassermangel und Hunger. Deutschland hat bereits schnell und unmittelbar auf die ärgste Not reagiert, mit den deutschen bilateralen Leistungen von 33 Millionen Euro und den Beiträgen zu den Hilfen der EU und der Weltbank (deutsche Beiträge 32 Millionen und 24,5 Millionen Euro).
Dirk Niebel: "In dieser akuten Not ist es wichtig, kurzfristig zu helfen. Das haben wir getan, und wir werden es auch weiter tun. Wir müssen aber auch an die Zeit nach der Dürre und die langfristige Ernährungssicherung denken, denn es wird auch künftig regelmäßige, durch den Klimawandel verstärkte, Dürreperioden geben. Wir bereiten daher Programme vor, die nach der Dürre den Menschen helfen, ihre Lebensgrundlagen wiederherzustellen. Dieser Bereich wurde in der Vergangenheit sträflich vernachlässigt." Das BMZ stellt dieses Jahr mehr als 700 Millionen Euro für diesen Schwerpunkt bereit. Jeder fünfte Euro, den das BMZ in bilaterale Zusammenarbeit investiert, geht jetzt in ländliche Entwicklung.
Außerdem besuchte Niebel eine ländliche Klinik in Kitui, in der die sonst oft zu teuren Krankenhausbesuche für schwangere Frauen und junge Mütter durch deutsche Gelder ermöglicht werden. Durch einen finanziellen Beitrag an das Welternährungsprogramm können sie nach der Behandlung zusätzlich ein Paket mit Nahrungsmitteln mit nach Hause nehmen – eine lebenswichtige Unterstützung für die werdenden und jungen Mütter angesichts der durch die Dürre auch in Kenia explodierten Lebensmittelpreise.






