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Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel. Urheberrecht: Photothek.net

01.04.2011
Dirk Nie­bel be­en­det Af­gha­nis­tan­reise in Kundus

Auf seiner dritten Reise als Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung nach Afghanistan vom 28. März bis 1. April besuchte der Minister in Begleitung des Bundes­tags­ab­ge­ord­neten Pascal Kober nach Aufenthalten in Masar-e-Scharif, Faizabad und Kabul abschließend den Standort Kundus.

Dirk Niebel: "Ich bin erneut beeindruckt von den vielen en­ga­gier­ten Menschen, die ich in Afghanistan getroffen habe. Viele Ent­wick­lungs­experten sowie unsere Soldaten und Polizisten leisten hervorragende Arbeit unter schwierigsten Bedingungen. Sie verdienen Lob und Anerkennung. Für mich ist es wichtig, sehr regelmäßig nach Afghanistan zu reisen, einen engen Kontakt zu unseren Experten und zur afghanischen Regierung zu halten und mich von Programm­fort­schritten persönlich zu überzeugen."

Der Bundesentwicklungsminister konnte während seiner Reise in zahlreichen Gesprächen mit hoch­rangigen Vertretern der afgha­nischen Regierung, unter anderem mit Präsident Karzai und Finanz­minister Dr. Zakhilwal sowie mit den regionalen Gou­ver­neuren im Norden einen intensiven Dialog über die Re­form­agenda der af­gha­nischen Re­gie­rung, den ein­ge­leiteten Tran­si­tions­prozess zur Über­gabe von mehr Ver­ant­wortung an die af­gha­nischen Re­gie­rungs­stellen und den deutschen Unter­stützungs­beitrag führen.

Dabei unterstrich er die bisherigen Erfolge der deutsch-afghanischen Zusammenarbeit und die Bereitschaft der Bundesregierung, die afghanische Regierung bei ihren Reformanstrengungen noch stärker zu unterstützen.

Der Minister überzeugte sich davon, dass die deutschen Entwicklungsprojekte auch in ländlichen Distrikten flächen­deckend sichtbar sind und konkret zu einer spürbaren Ver­bes­se­rung der Le­bens­ver­hält­nisse der Menschen vor Ort beitragen: durch den viel­fach erst­maligen Zu­gang zu einer stabilen Strom­ver­sorgung, den Zu­gang zu sauberem Trink­wasser sowie durch die gezielte För­de­rung neuer Ein­kommens- und Be­schäf­ti­gungs­mög­lich­keiten. Niebel: "Von diesen Vorhaben profitieren auch in ländlichen Gebieten viele hunderttausend Menschen."

Gleichzeitig wies Niebel jedoch erneut darauf hin, dass der Mittelzuwachs für den zivilen Wiederaufbau daran gebunden sei, dass die afghanische Regierung ihre Zusagen von London, energische und konsequente Schritte zur Verbesserung der Regierungs­führung zu ergreifen, jetzt umsetzt. Von besonderer Bedeutung sind dabei schnelle Schritte zur Ein­dämmung der Korruption, zur Stärkung der lokalen staatlichen Ver­wal­tungss­truk­turen und zur Verbesserung der Menschen- und Frauen­rechte. Das BMZ hat daher zum ersten Mal bei den Re­gie­rungs­ver­handlungen nur etwas mehr als die Hälfte der 2011 vor­ge­sehenen Mittel in Höhe von 240 Millionen Euro zugesagt. Die zweite Tranche wird von kon­kret mess­baren Fort­schritten bei der Re­gie­rungs­führung abhängen. Dirk Niebel: "Diese Ver­ein­barung haben der afghanische Finanz­minister Zakhilwal und ich durch die Unter­zeichnung des Ver­hand­lungs­protokolls feierlich bekräftigt."

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