Hauptinhalt

Meldungen

22.09.2010
Deutsch-kosovarische Regie­rungs­ver­hand­lungen: För­de­rung von Wett­be­werb und Rechts­sicher­heit in Kosovo

Blick auf Pristina. Urheberrecht Friederike KärcherBei den deutsch-kosovarischen Regierungs­ver­hand­lungen in Pristina hat die deutsche Bundes­regierung dem jüngsten Land Europas weitere Unter­stützung bei der Her­an­führung an EU-Standards zugesichert. So sagte die deutsche Dele­ga­tion der koso­va­rischen Seite unter anderem Hilfe beim Bau einer Wasser­auf­be­rei­tungs­anlage nahe der Hauptstadt Pristina zu. Durch die Anlage wird die Trink­wasser­ver­sorgung von 40 Prozent der kosovarischen Bevölkerung gewährleistet sein.

Zudem soll im Südwesten des Landes die Abwasserentsorgung verbessert und damit Gesundheitsprobleme vermieden werden. Außerdem fördert Deutschland die Wettbewerbsfähigkeit koso­va­rischer Unternehmen durch die Stärkung investi­tions­freund­licher Rahmen­bedin­gungen, wie zum Beispiel die Sicherung von Eigentums- und Landnutzungsrechten.

Auf Wunsch der kosovarischen Regierung soll das kosovarische EU-Integrationsministerium von deutschen Beratern unterstützt werden, um die wirtschaftliche Integration des Landes voranzutreiben.

Die deutsche Delegation hob hervor, dass gute Regierungsführung, Korruptionsbekämpfung sowie der Minderheitenschutz wichtige Voraussetzungen für die Entwicklung des Landes sind.

Deutschland ist der größte europäische Geber und nach den USA der zweitgrößte bilaterale Geber in Kosovo. Die Zusammenarbeit mit Kosovo besteht seit 1999. Schwerpunkt der Kooperation beider Länder ist die Förderung in den Bereichen Energie- und Wasser­ver­sor­gung, Wirt­schafts- und Beschäfti­gungs­förderung, Hilfe bei der Reform der öffent­lichen Verwaltung sowie im Bildungs­bereich.

Für die Zusammen­arbeit stellt die Bundes­regierung in diesem Jahr 33 Millionen Euro bereit.

Service-Links & Inhaltsverzeichnis

Lexikon der Entwicklungspolitik
Fenster schließen