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Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel. Urheberrecht: Anika Gensicke

20.09.2010
Flutkatastrophe in Pakis­tan: Bundesregierung erhöht Nothilfe um weitere 10 Millionen Euro

Die Bundesregierung erhöht ihre humanitäre Unterstützung für Pakistan um weitere 10 Millionen Euro. Dies erklärte Bundesent­wick­lungs­minister Dirk Niebel in Abstimmung mit Bundes­außen­minister Guido Westerwelle bei der UN-Pakistan-Konferenz in New York. Damit beträgt die bilaterale Hilfe der Bundesregierung für Pakistan insgesamt 35 Millionen Euro. Hinzu kommen beträchtliche Unterstützungsleistungen aus von Deutschland mitfinanzierten multilateralen Institutionen. Unmittelbar zuvor hatten die Vereinten Nationen ihren Hilfsaufruf für Pakistan von bisher 0,46 Milliarden US-Dollar auf jetzt 2 Milliarden US-Dollar erhöht.

Trotz des Rückgangs des Hochwassers in den meisten Landesteilen Pakistans sind die kurz- und mittelfristigen Auswirkungen der Katastrophe weiterhin nur schwer absehbar. Die Zahl der von der Flut betroffenen Menschen ist auf über 20 Millionen gestiegen. Viele Pakistanis haben ihre Existenz­grundlage verloren und werden noch über Monate auf die Unterstützung der Behörden und der internationalen Gemeinschaft angewiesen sein. Zudem steigt die Ausbreitung von Infektionskrankheiten im Katastrophengebiet und den neuen Flüchtlingslagern stark an.

Die Mittel stammen zu gleichen Teilen aus dem Auswärtigen Amt (AA) und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammen­arbeit und Entwicklung (BMZ). Die deutschen Beiträge werden für Nahrungsmittel, Medikamente und Notunterkünfte eingesetzt. Deutsche Nichtregierunsorganisationen, das Internationalen Komitee vom Roten Kreuz sowie humanitären Organisationen der Vereinten Nationen helfen vor Ort. Damit leistet die Bundes­regie­rung einen wichtigen Beitrag zur Linderung der Not der betrof­fenen Menschen und sichert das Überleben von vielen Flutopfern.

Bundesminister Dirk Niebel lobte auch die deutlich angestiegene Spendenbereitschaft der Deutschen: "Nach anfänglicher Zurück­haltung haben die Bürgerinnen und Bürger mit einem Spenden­aufkommen von mittlerweile 161 Millionen Euro sehr eindrucksvoll auf die humanitäre Katastrophe in Pakistan reagiert und ihre Verbunden­heit mit den betroffenen Menschen demonstriert." Die Solidarität mit den pakistanischen Flutopfern müsse sich aber auch beim Wieder­aufbau im Katastrophengebiet fortsetzen – hierzu werde die Bundesregierung auch zukünftig ihren Beitrag leisten.

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