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24.10.2010
Bundesminister Dirk Niebel zum
"Tag der Vereinten Nationen":
"Wir brauchen eine starke UNO"
Heute vor 65 Jahre trat in New York die Charta der Vereinten Nationen in Kraft. Sie ist gleichermaßen "Verfassung" und Rechtsgrundlage für die Vereinten Nationen (VN).
Die Vereinten Nationen mit ihren 192 souveränen Mitgliedsstaaten sind eine einzigartige internationale Organisation. Sie sind nicht nur bei der Wahrung des Weltfriedens, der internationalen Sicherheit und der Gestaltung von freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Nationen gefragt. Sie erfüllen auch eine zentrale Rolle, den sozialen Fortschritt, einen besseren Lebensstandard, die Menschenrechte und nachhaltige Entwicklung in der ganzen Welt zu fördern.
Dabei haben sich in den vergangenen 65 Jahren die globalen Herausforderungen verändert. Die zunehmende wirtschaftliche Verflechtung und neue globale Herausforderungen wie der Klimawandel, die Nahrungsmittel- oder Energiekrise und nicht zuletzt die globale Wirtschafts- und Finanzkrise führen deutlich vor Augen: Kein Land kann diese Herausforderungen alleine bewältigen.
Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel erklärt daher zum Tag der Vereinten Nationen: "Globale Herausforderungen erfordern globales und international koordiniertes Handeln. Dafür brauchen wir starke und handlungsfähige Vereinte Nationen. Nur so können wir als internationale Gemeinschaft handlungsfähig bleiben und globale Veränderungen gestalten."
Gerade auch als nichtständiges Mitglied im VN-Sicherheitsrat wird Deutschland in den Jahren 2011/2012 seine bewährte Arbeit für Frieden und Entwicklung gemeinsam mit anderen Nationen mit großem Engagement fortsetzen und Reformprozesse in den VN unterstützen. Multilaterales und bilaterales Handeln müssen besser aufeinander abgestimmt, verzahnt und effizienter gestaltet werden. Das gemeinsame Engagement aller Entwicklungspartner in geteilter Verantwortung ist eine zentrale Voraussetzung für die Bekämpfung von Armut, nachhaltige Entwicklung und die Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele.
Entwicklungszusammenarbeit ist eine umfassende Gemeinschaftsaufgabe, die staatliche Entwicklungspolitik allein nicht leisten kann. Die VN-Generalversammlung hat daher den 24. Oktober zum "Welttag der Informationen über Entwicklungsfragen" erklärt. Dieser Tag unterstreicht die Relevanz der entwicklungspolitischen Bildungs- und Informationsarbeit: Sie leistet einen wichtigen Beitrag, um Interesse an Entwicklungsländern und Entwicklungspolitik zu wecken, globale Zusammenhänge zu verdeutlichen und die Menschen zu motivieren, sich an der Gestaltung einer sozial verantwortlichen Gesellschaft in der globalisierten Welt zu beteiligen und entwicklungspolitisches Engagement zu unterstützen.
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Übrigens: Damit Menschen auch in anderen Ländern die Möglichkeit haben, moderne Kommunikationswege zu nutzen, fördert das BMZ den Einsatz von zeitgemäßen Informations- und Kommunikationstechnologien in unterschiedlichen Vorhaben der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit.
Informationen

Siehe auch
- Vereinte Nationen
- Die Millenniumsziele – Herausforderungen für die Zukunft
- Thema: Frieden
- Thema: Menschenrechte





