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Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz bei einer Podiumsdiskussion zum Thema "Braucht staatliche Entwicklungs­zusammenarbeit Werbung?" Urheberrecht: Verlag Rheinischer Merkur

21.10.2010
"Braucht staatliche Entwicklungs­zusammenarbeit Werbung?"

Der Staatssekretär im BMZ, Hans-Jürgen Beerfeltz, traf gestern in Bonn auf Andreas Graf Bernstorff, Campaigner insbesondere für Greenpeace und Berater für NGOs, Medien und Politik. Thema des vom Rheinischen Merkur und der GTZ veranstalteten moderierten Streitgesprächs war: "Braucht staatliche Entwicklungs­zusammenarbeit Werbung?".

Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz bei einer Podiumsdiskussion zum Thema "Braucht staatliche Entwicklungs­zusammenarbeit Werbung?" Urheberrecht: Verlag Rheinischer MerkurStaatssekretär Beerfeltz: "Ja, Ent­wicklungs­zusammenarbeit braucht Werbung. Entwicklungs­zu­sammen­arbeit braucht Werbung, damit die Bürgerinnen und Bürger verstehen, dass ihre Steuern sinnvoll aus­ge­geben werden. Ent­wicklungs­zu­sammen­arbeit braucht Werbung, damit mehr Menschen in Deutsch­land mit anpacken für eine bessere Welt. Unser Ziel ist es, die deutsche Zivil­gesellschaft stärker als bisher in unsere Arbeit einzubinden und für ein Engagement zu gewinnen. Dafür brauchen wir gute Kampagnen­arbeit."

Rund 3000 Organisationen und Initiativen engagieren sich in Deutschland entwicklungspolitisch. Dabei nannte Beerfeltz auch die Spendenaktion amerikanischer Milliardäre als Vorbild und Beispiel. Der Microsoft-Gründer Bill Gates und Investor Warren Buffet hatten 40 Milliardäre überredet, mindestens die Hälfte ihres Vermögens zu spenden. Beerfeltz: "Wenn nur ein Bruchteil davon in die Entwicklungs­zusammenarbeit fließt, ist vielen Menschen auf dieser Welt geholfen. Meine Vision ist, dass auch in Deutschland private Wohltäter ins Licht der Öffentlichkeit treten und zu Vorbildern für andere werden."

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Lexikon der Entwicklungspolitik
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