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Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (rechts) mit dem kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos. Urheberrecht: Photothek.net

07.11.2010
Bundes­entwicklungs­minister Dirk Niebel schließt seine Reise durch die Anden­länder mit einem Besuch Kolumbiens ab

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel hat nach Bolivien und Peru auch Kolumbien einen Besuch abgestattet. Im Mittelpunkt des Aufenthalts in Bogotá standen Gespräche mit dem kolumbianischen Staatspräsidenten Juan Manuel Santos Calderón sowie mit weiteren Vertretern der kolumbianischen Regierung, dem Vertreter des UN-Hochkommissars für Menschenrechte und der Wirtschaft. Darüber hinaus hat Bundesminister Niebel Projekte der deutsch-kolumbianischen Ent­wicklungs­zusammen­arbeit besichtigt.

Ziel der Reise war es, mit der Regierung über die Fortschritte bei der Bekämpfung von Gewalt und über die gemeinsamen Ent­wicklungs­themen zu sprechen. Kolumbien wird künftig einen größeren Stellenwert in der deutschen bilateralen Ent­wicklungs­zusammen­arbeit erhalten. Ein besonderes Thema waren die Menschenrechte.

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel besucht in Bogotá das Institut für den Schutz von Kindern und Jugendlichen. Urheberrecht: Photothek.netBundesminister Niebel: "Die Lage der Menschen­rechte in Kolum­bien wird in Deutsch­land und in Europa sehr genau beobachtet – und es wird wahrgenommen, dass die kolum­bianische Regierung zahlreiche Maßnahmen unternommen hat, um diese Lage zu verbessern. Dennoch bleibt – auch in unserem Parlament – die Sorge um die Fälle gewaltsamen Verschwinden­lassens (nach UNHCHR-Angaben mindestens 10.000 Fälle), die Sorge wegen der Gefährdung von Menschenrechtsverteidigern, Gewerkschaftlern und Journalisten."

Bundesminister Niebel sprach anlässlich einer Preisverleihung mit Lokaljournalisten, die eine Ausbildung durch die Deutsche Welle erhalten hatten. Darüber hinaus besuchte er in einem sozialen Brennpunkt Bogotas ein Straßenfußballspiel.

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel besucht ein Streefootball-Projekt in Ciudadela Sucre Soacha in der Nähe von Bogotá. Urheberrecht: Photothek.netBundesminister Niebel: "Auch bei wirklich schwie­ri­gen sozialen Be­din­gun­gen kann durch Fußball ein konfliktives Umfeld verbessert werden – wenn das Fußballspiel das Miteinander durch besondere Regeln verstärkt, wenn nicht das Gewinnen, sondern das Spielen im Vordergrund steht. Fußball und Streetfootball sind hierfür hervorragende Beispiele. Wir werden diese Beispiele im Hinblick auf die Fußball-Weltmeisterschaften im Nachbarland Brasilien noch intensiver im Rahmen unserer Entwicklungszusammenarbeit aufgreifen und weiterverbreiten."

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