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22.03.2010
Bundesminister Niebel trifft Unabhängige Expertin der Vereinten Nationen
Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel ist am heutigen Weltwassertag mit der Unabhängigen Expertin der Vereinten Nationen zum Menschenrecht auf sauberes Trinkwasser und sanitäre Grundversorgung Catarina de Albuquerque in Berlin zusammengetroffen.
Bereits am 20.03.2010 haben die Bundesminister Dr. Guido Westerwelle und Dirk Niebel den Einsatz der Bundesregierung für die Anerkennung des Menschenrechts auf sauberes Trinkwasser und Sanitärversorgung bekräftigt. "Wir unterstützen die Arbeit der Unabhängigen Expertin der Vereinten Nationen für das Menschenrecht auf sauberes Trinkwasser und Sanitärversorgung. Sie gibt dem Menschenrecht eine Stimme und drängt die Staatengemeinschaft, es anzuerkennen und umzusetzen. Wir leisten unseren Anteil zur Lösung des Problems: Allein südlich der Sahara werden durch das Engagement der Bundesregierung bis 2015 ca. 30 Millionen Menschen Zugang zu Trinkwasser und Sanitärversorgung erhalten", so beide Minister in ihrer gemeinsamen Erklärung.
Zu den großen Herausforderungen unserer Zeit zählt der fehlende Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitärversorgung. Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit leben fast 900 Millionen Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser und 2,5 Milliarden Menschen ohne Toilette. Alle 20 Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen dieser Misere. Jedes Jahr gehen durch Durchfallerkrankungen über 400 Millionen Schultage verloren. Millionen Kinder und Jugendliche verpassen damit die Chance auf Bildung und auf einen Weg aus der Armut.
Durch seinen entwicklungspolitischen Aktionsplan für Menschenrechte hat das BMZ die Umsetzung der Menschenrechte fest in der Entwicklungszusammenarbeit verankert. Die Umsetzung des Rechts auf Wasser – einer der Schwerpunkte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit – spielt dabei eine wichtige Rolle.
Minister Niebel: "Als Fußballnation sind wir stolz, dass wir mit Hilfe der Initiative "WASH United" internationale Fußballstars gewinnen konnten, während der ersten Fußball-Weltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent das Thema Menschenrecht auf Wasser- und Sanitärversorgung voranzubringen. Diese Allianz beweist, dass Entwicklungszusammenarbeit ganz unterschiedliche Akteure zusammenbringen kann."
Bei "WASH United" handelt es sich um einen fiktiven Fußballverein, der aus einer breiten Allianz von Nichtregierungsorganisationen, UN-Organisationen und Entwicklungsorganisationen gegründet wurde und von der deutschen Bundesregierung seit 2009 unterstützt wird. Diese Allianz klärt mit Kampagnen über den Inhalt des Menschenrechts auf Wasser und Sanitärversorgung und Hygieneerfordernisse auf. Superstars wie der ghanaische Nationalmannschaftskapitän Stephan Appiah, die holländischen Nationalspieler Mark van Bommel und Arjen Robben und der deutsche Nationalspieler Bastian Schweinsteiger sowie der FC Bayern München unterstützten diese Initiative. Der Anpfiff für WASH-United-Aktivitäten in mindestens acht Ländern Sub-Sahara-Afrikas erfolgt im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft 2010.
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