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02.03.2010
Die Arbeitsgemeinschaft der entwicklungspolitischen Landes­netzwerke: Bildungsarbeit in Deutsch­land durch rund 2.000 Eine-Welt-Initiativen

Von links: Udo Schlüter, Hannes Philipp (agl-Vorsitzender), Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz, Dr. Alexander Fonari, Silke Jester, Harald Kreutzer. Urheberrecht: aglStaatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz hat am Freitag, dem 26.02.2010 den Vorstand der Arbeits­gemein­schaft der Eine Welt Landes­netz­werke in Deutschland e.V. (agl) zu einem Gespräch im BMZ in Berlin empfangen.

In dem Gespräch stellten die agl-Vertreterinnen und Vertreter Staatssekretär Beerfeltz die entwicklungspolitische Bildungsarbeit der Landesnetzwerke in Deutschland vor, die deren Arbeitsschwerpunkt ist: Zum Beispiel die provokative Kampagne "Entwicklungsland D", die zum Perspektivwechsel in Deutschland anregt oder den Fußballwettbewerb "EineLebensWelt­meister­schaft 2010" für Schülerinnen und Schüler, bei dem Fußball gespielt und zugleich ein fernes Land erkundet werden soll und die Beratungsangebote für Kommunen in fairer Beschaffung.

Das BMZ fördert die Arbeitsgemeinschaft der Landesnetzwerke in ihren Projekten über das Förderprogramm Entwicklungspolitische Bildungsarbeit und über das Capacity Building Programm, in dem die Mitglieder der Landesnetzwerke sich zu aktuellen Schwerpunktthemen weiterbilden können. Derzeit sind dies die Themen "Konsum und Produktion", "Partizipation und Demokratie" sowie "Migration und Entwicklung". Zugleich nutzen die Mitglieder der Landesnetzwerke die Förderprogramme des BMZ bei InWEnt für die entwicklungspolitische Bildungsarbeit.

Themen des Gesprächs waren das Engagement der Landesnetzwerke und ihrer Mitglieder in dem Freiwilligen­programm "weltwärts", die Vorfeldreform des BMZ und Vorschläge der agl, wie die entwicklungspolitische Bildungsarbeit weiter gestärkt werden könnte. Staatssekretär Beerfeltz bekräftigte gegenüber den agl-Vertretern, das BMZ sehe in der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft einen seiner Arbeitsschwerpunkte. Er zeigte sich beeindruckt von der Originalität und Vielfalt der vorgestellten Projekte und betonte, wie wichtig es sei, das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger und gerade auch der Jugendlichen für globale Zusammenhänge zu schärfen.

Die Arbeitsgemeinschaft ist ein Zusammenschluss von 16 Landesverbänden in den Bundesländern, in denen wiederum insgesamt rund 2.000 Eine-Welt-Initiativen Mitglieder sind. Die Arbeitsgemeinschaft vertritt die Landesnetzwerke auf Bundesebene und ist Mitglied bei VENRO. Die Mitglieds­organi­sationen der Landesnetzwerke sind überwiegend ehrenamtlich arbeitende kleine Nichtregierungsorganisationen, lokale Initiativen und Netzwerke, Regionalgruppen großer Nichtregierungsorganisationen.

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