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10.06.2010
Gudrun Kopp bei der Tidewater-Konferenz über neue Wege in der Entwicklungspolitik
Hochrangige Regierungsvertreter und Führungskräfte großer bilateral und multilateral tätiger Entwicklungsorganisationen kamen vom 09. bis 11. Juni zum 42. "Tidewater"- Jahrestreffen nach St. Michaels in die USA, um über neue Wege der internationalen Entwicklungspolitik zu beraten. Das Jahrestreffen wurde von der US-amerikanischen Entwicklungsagentur USAID und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) organisiert. Als deutsche Vertreterin nahm Gudrun Kopp, Parlamentarische Staatssekretärin im BMZ, am 10. Juni teil.
Das erste derartige Treffen fand 1968 im "Tidewater Inn" in Virginia (USA) statt und gab der Konferenzserie den Namen. Die jährlichen Tidewater-Treffen dienen dem informellen Gedankenaustausch über zukünftige entwicklungspolitische Herausforderungen und Strategien . Traditionell werden nach den Treffen keine offiziellen Ergebnisse oder Erklärungen veröffentlicht.
In St. Michaels tauschte sich Gudrun Kopp mit den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor allem über folgende Scherpunktthemen der internationalen Entwicklungspolitik aus:
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Die acht Millenniumsziele: Wo stehen wir heute, wie erreichen wir zielgenauer Fortschritte?
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Gute Regierungsführung als Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung.
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Mit Wissenschaft, Technik und Innovationen zu mehr Fortschritten bei der Entwicklungspolitik.
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Regionales Wirtschaftswachstum zur Stärkung und Vertiefung des Entwicklungsansatzes.
Bei der Tidewater-Konferenz herrschte Einigkeit darüber, dass der Hunger bekämpft, die Armut gemindert und die Gesundheit und Bildung vorangebracht werden müssen. Dazu sind nach Ansicht der Konferenzteilnehmer verschiedene Maßnahmen geeignet:
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Kombination des privaten und staatlichen Sektors mit innovativen Finanzierungsinstrumenten.
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Beratung der Entwicklungsländer und konkrete Hilfen beim Umsetzen von gutem Regierungshandeln beim Aufbau von Steuer-, Gesundheits- und Bildungssystemen. Für das nationale Staatseinkommen und die staatliche Handlungsfähigkeit ist der Aufbau eines nationalen Steuersystems besonders wichtig.
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Auch eine erfolgreiche Handelspolitik, die den Entwicklungsländern internationale Marktzugänge ermöglichen und eine Rohstoff-Strategie, die zu mehr Staatseinnahmen und damit Geldern für den Aufbau von sozialer Grundsicherung dient, sollte künftig stärker im Fokus von politischem Handeln stehen.
Ziel einer auch langfristig erfolgreichen Entwicklungszusammenarbeit sollte sein, die ärmsten Länder der Welt so zu stärken, dass weniger von Hilfen von außen abhängig sind.






