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09.06.2010
Wasser, Klima- und Umweltschutz im Zentrum deutsch-ägyptischer ent­wicklungspolitischer Zusammenarbeit

Straßenverkehr in Kairo/Ägypten. Urheberrecht: Photothek.net, ImoDie Bundes­re­gie­rung unter­stützt Ägyp­ten in seinen Bemühungen zum Klima- und Um­welt­schutz und bei der Wasser­ver­sorgung. Dies ist das Ergebnis der am 9. Juni 2010 in Kairo er­folgreich abgeschlossenen Regierungsverhandlungen zur ent­wicklungspolitischen Zusammenarbeit mit Ägypten. Die Mittel, die die Bundesregierung im Rahmen der Regierung­sver­hand­lungen für die kommenden zwei Jahre zugesagt hat, belaufen sich auf 190 Millionen Euro.

Während der Verhandlungen in Kairo nahmen Klima- und Um­weltschutz und hier besonders die erneuerbaren Energien und Energieeffizienz eine zentrale Rolle ein. Neben Investitionen in Windparks und Wasserkraft unterstützt Deutschland ein deutsch-ägyptisches interministerielles Komitee für erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Umweltschutz. Zum Wissens­transfer und zur Fortentwicklung rechtlicher Rahmen­be­din­gungen in den genann­ten Bereichen werden 3 Millionen Euro bereitgestellt.

Ein weiterer Schwerpunkt der Zusammenarbeit ist der Ausbau des Wassersektors. Ein zentrales Anliegen ist hier die Ver­sorgung der ägyptischen Bevölkerung mit Trinkwasser. Das neue Programm zur Verbesserung der Wasserver- und Abwasser­entsorgung in Oberägypten mit einem Volumen von ca. 240 Millionen Euro bindet wichtige europäische Geber mit ein: die Europäische Investitionsbank (EIB), die Französische Entwick­lungs­agentur AFD sowie die EU-Kommission. Damit hat das wesentlich von Deutschland gestaltete Programm Referenz­charakter.

Deutschland engagiert sich darüber hinaus für die Gleichstellung der Geschlechter. In Zusammenarbeit mit einem ägyptischen Frauenrechtsnetzwerk unterstützt die Bundesregierung intensive Aufklärungs- und Lobbyarbeit zum Beispiel gegen Genital­verstüm­melungen, von der in Ägypten trotz eines Verbots immer noch 91 Prozent aller Frauen und Mädchen betroffen sind. Auch von einem Beschäftigungsförderungsprogramm, das der Bekämpfung der hohen Jugendarbeitslosigkeit dient, profitieren insbesondere junge Frauen.

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