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04.06.2010
Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel: Afghanistan und Pakistan bleiben Priorität unserer Entwicklungszusammenarbeit

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel in Afghanistan. Urheberrecht: Photothek.netIm Rahmen seiner heute zu Ende gehenden Reise nach Afghanistan und Pakistan hat Bundesentwick­lungs­minister Dirk Niebel einen Schwerpunkt auf die regionale Stabilisierung und grenz­über­schrei­tende Frage­stel­lungen gelegt.

"Afghanistan und Pakistan spielen für die Stabilität und Ent­wicklung der gesamten Region eine zentrale Rolle. Konflikt- und De­sta­bilisierungsursachen müssen deshalb grenz­über­greifend benannt und angegangen werden. Das zentrale Anliegen meiner Reise war, die Beiträge der deutschen Entwicklungs­zusam­menarbeit zur regionalen Stabilisierung und Entwicklung kennenzulernen und mit den Partnern in beiden Ländern Ansätze zu erörtern, wie wir diese weiter ausbauen können", so Niebel.

Der Minister führte dazu eine Reihe von Gesprächen mit Regie­rungsvertretern, zivilgesellschaftlichen Akteuren, Diplo­maten, Militärs und Entwicklungsexperten. Außerdem besuchte er mehrere mit deutscher Unterstützung umgesetzte Entwick­lungs­projekte.

Schwerpunkt des Besuchs in Afghanistan war die Nordregion, in der die Bundesregierung derzeit das zivile Engagement massiv ausweitet. Dabei informierte er sich insbesondere über den Fortschritt der Entwicklungsprojekte in der Provinz Kunduz, wo er auch ein Ausbildungszentrum für Kfz-Mechaniker einweihte. Darüber hinaus besichtigte er ein Straßenbauprojekt und Projekte zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung. Zudem führte Minister Niebel politische Gespräche über die Umsetzung zentraler Reformvorhaben im Bereich guter Regierungsführung und die Vorbereitung der für den 20. Juli geplanten Kabul-Konferenz.

In Pakistan lag der Schwerpunkt auf Beiträgen zur Überwindung der Energiekrise, die eines der größten Hindernisse für Armuts­bekämpfung und wirtschaftliche Entwicklung darstellt, und zum Wiederaufbau der im Zuge der militärischen Auseinander­setzungen mit den Taliban zerstörten Gebiete in der Grenzregion zu Afghanistan.

Minister Niebel sagte in diesem Zusammenhang auch 8 Millionen Euro zugunsten des von der Weltbank verwalteten "Multi-Donor Trust Fund" zu, der dem Wiederaufbau dieser Gebiete dienen wird.

Zur politischen und wirtschaftlichen Entwicklung in beiden Ländern stellte Minister Niebel fest: "Afghanistan und Pakistan haben in jüngster Zeit Reformen auf den Weg gebracht, die wichtige Etappen hin zu mehr Stabilität und Zukunftschancen darstellen. Deutschland bestärkt beide Länder ausdrücklich, den eingeschlagenen Reformweg weiter zu beschreiten. Dazu habe ich unsere Unterstützung angeboten."

Bundesminister Niebel betonte auch, dass weiterhin eine intensive Zusammenarbeit mit der internationalen Gemeinschaft wichtig sei, damit diese reformorientierte und bedarfsgerechte Unterstützung bereitstellen könne. Auch ermutigte er Reprä­sen­tanten beider Länder zu einer stärkeren regionalen Zusammen­arbeit und äußerte seine Überzeugung, dass sich die Bereitschaft zu mehr Dialog und Kooperation lohnen werde: "Denn entschei­dend für eine nachhaltige Wirkung der Beiträge Deutsch­lands und vieler anderer Länder ist es, dass sich Afghanistan und Pakistan über gemeinsame Stabilisierungsziele verständigen", so Niebel.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit in Afghanistan und Pakistan will zur Stärkung der Demokratie, zur Stabilisierung und zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region beitragen.

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