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07.07.2010
Deutschland unterstützt Peru bei der Armutsbekämpfung

Vertragsunterzeichnung bei den peruanisch-deutschen Verhandlungen zur Entwicklungszusammenarbeit im BMZ in Bonn im Juli 2010. Urheberrecht: BMZDeutschland wird Peru weiterhin bei der Armuts­be­kämpfung unter­stützen. Dies ver­ein­barten beide Re­gierungen bei den bi­lateralen Ver­hand­lungen zur Ent­wicklungs­zu­sammen­arbeit, die vom 5.–7. Juli 2010 in Bonn stattfanden.

Die Neu­zusage für die ent­wicklungs­po­litische Zu­sammen­arbeit in den Jahren 2010 und 2011 beläuft sich auf einen Spitzenwert von 200,8 Millionen Euro. Dieser hohe Betrag kommt dadurch zu­stande, dass es gelungen ist, durch Mobilisierung von Mitteln des Kapitalmarks für Entwicklungsvorhaben die Haushaltsmittel des Bundes erheblich aufzustocken. Deutschland und Peru set­zen damit ihre gute Zusammenarbeit fort und bekräftigen ihre Absicht, auch in Zukunft gemeinsam dafür zu arbeiten, dass von den rund 10,5 Millionen armen Einwohnern des Andenstaates in Zukunft ein größerer Teil als bisher sein wirtschaftliches Potenzial und seine Zukunftschancen realisieren kann.

Peru erlebt derzeit einen beträchtlichen wirtschaftlichen Auf­schwung, der allerdings nicht bei der ganzen Bevölkerung an­kommt. So bleibt eine wichtige Herausforderung, die nach wie vor hohe Armut in den ländlichen Gebieten – von der vor allem Frauen und indigene Gruppen betroffen sind – zu reduzieren und dadurch den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu sichern. Die Stärkung guter Regierungsführung, der Eigenverantwortung und der Selbsthilfekräfte sind dabei wesentliche Themen der deutsch-peruanischen Zusammenarbeit.

Die Vorhaben unterstützen zum einen durch die Verbesserung der institutionellen Rahmenbedingungen – zum Beispiel durch Förderung der Dezentralisierung und Korruptionsbekämpfung – die indirekte Bekämpfung der Armut, zum anderen leisten sie durch Maßnahmen zur ländlichen Entwicklung und Trink­was­server- und Abwasserentsorgung einen direkten Beitrag zur Armutsbekämpfung. Insbesondere im Wassersektor wird – in enger Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft – intensiv daran gearbeitet, die Lebensbedingungen für die Menschen in Peru zu verbessern. So konnte die Trinkwasserversorgung von bereits mehr als drei Millionen überwiegend in Armut lebenden Peruanern verbessert werden. Zudem wird im Bereich der Umweltbildung ein Vorhaben des peruanischen Umweltministeriums zur Stärkung des Umweltbewusstseins junger Menschen in Peru unterstützt.

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